Herzog und Co. in Wien

Südstadt vor Israel-Spiel im Ausnahmezustand

Begleitet von einer Blaulicht-Eskorte, hielt das israelische Fußballteam gestern das Training in der BSFZ-Arena ab Polizei riegelte Stadion ab, Spürhunde untersuchten Areal auf Sprengstoff. 

Noch fünf Minuten, dann sind sie da." Kurz vor elf Uhr erhöhte sich gestern in der Südstadt kurzzeitig die Nervosität, kündigte ein mit Headset ausgestatteter Polizist das Eintreffen von Israels Nationalteam an. Welches sich wenig später, begleitet von einer umfangreichen Blaulicht-Eskorte, der BSFZ-Arena näherte. Alle Vorhänge komplett zugezogen, passierte der Bus die Absperrung, ehe das Team am Hinterausgang des Stadions ausstieg, sich in Richtung Kabine aufmachte.

Eingänge für die Öffentlichkeit versperrt
Die Eingänge zum Haupt-Spielfeld, wo das Team ab 11.30 Uhr die erste von zwei Trainings-Einheiten in Vorbereitung aufs donnerstägige Länderspiel gegen Österreich abhielt, blieben für die Öffentlichkeit versperrt, wurden von israelischen und österreichischen Sicherheits-Kräften überwacht. Eine Ausnahmeregelung galt für das Admira-Trainerteam um Klaus Schmidt: Dieses durfte sich im ersten Stock des Kabinen-Gebäudes aufhalten, dort die Video-Analysen vornehmen. Spürhunde hatten bereits am Vormittag zwei Stunden vor Trainingsbeginn die Innenräume, Tribünen und auch die Parkplätze rund um das Stadion auf möglichen Sprengstoff untersucht.

Herzog kennt Sicherheits-Aufwand
Ein Alltag, den Andi Herzog nur zu gut kennt: „Der Sicherheits-Aufwand rund um unsere Matches ist enorm, das ist schon gewöhnungsbedürftig“, gestand der israelische Teamchef. Rund um die Uhr bewacht. Das bestätigt auch Willi Ruttensteiner: „Es war anfangs eine große Umstellung, weil man stets das Gefühl hatte, es passiert gleich was. Heute weiß ich, dass es ein ständiger Prozess ist“, erzählte der Sportdirektor des israelischen Verbandes.

Ruttensteiner erörtert im Vorfeld eines Spiels mit den für die Sicherheit Zuständigen die Maßnahmen: “Die israelische Regierung stellt einen Sicherheitsdienst bereit, der immer, wenn sich das Nationalteam bewegt, präsent ist. Rund um die Uhr. Es ist auch als Wertschätzung zu verstehen.„ Untergebracht ist Israel in einem von schwer bewaffneten Polizisten bewachten Innenstadt-Hotel, der Zeitplan dicht gedrängt. Ruttensteiner: “Die Frage, ob sich die Spieler frei bewegen dürfen, stellt sich daher nicht." Aus Anlass des jüdischen Feiertages Jom Kippur gehen einige zum Beten in die nahe gelegene Synagoge - verbunden mit dem Glauben an einen Sieg über Österreich.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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Dienstag, 04. August 2020
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