So schön wohnt er

Strache soll Mietzuschuss für Domizil zurückzahlen

Weidling, Klosterneuburg, ein idyllisches Örtchen nahe Wien: Hier steht das Luxus-Anwesen von Heinz-Christian Strache, über das heute jeder spricht. Denn wie wir jetzt wissen, bekam der Ex-FPÖ-Chef für die Miete monatlich 2500 Euro von der Partei gezahlt, zusätzlich zu seinem Polit-Gehalt und ordentlich befülltem Spesenkonto. 11.500 Euro, die seit seinem Rücktritt bezahlt wurden, soll Strache nun zurückzahlen müssen.

Oktober 2017: Kurz vor der Wahlentscheidung durfte die „Krone“ Familie Strache daheim besuchen. Nur wenige Tage später wird Sebastian Kurz ebenfalls an dem massiven Esstisch für zehn Platz nehmen und an der türkis-blauen Koalition feilen.

Die offene Küche im Wohnsalon glänzt in strahlendem Weiß, die Leder-Stühle sind im Krokodil-Look bezogen. Moderne Kunst schmückt die Wände, die Bar ist mit edlen Tropfen befüllt. Vom Koalitionstisch blickt man auf die Terrasse mitten im riesigen Prachtgarten.

Luxus mit Mietzuschuss aus Parteikassa finanziert
„Bisserl anders als im 3. Bezirk in Wien“, scherzt die „Krone“ damals mit Blick ins Grüne. „Das ist ja nur gemietet“, betont man direkt. Natürlich wohne Strache auch noch in seinem Heimatbezirk in Wien, wo er ja traditionell wählen geht. Das Domizil in Weidling sei quasi ein Wochenendhaus. Dass dieser Luxus offenbar mit 2500 Euro Mietzuschuss aus der Parteikassa finanziert wurde, sorgt derzeit für Staunen.

Mietzuschuss seit Rücktritt soll zurückgezahlt werden
11.500 Euro dieses Mietzuschusses soll Strache nun aber an die Wiener FPÖ-Landesgruppe zurückzahlen müssen, wie „Heute“ berichtet. Das ist der Betrag, der nach dem Rücktritt des ehemaligen FPÖ-Chefs und Vizekanzlers weiterhin überwiesen wurde.

FPÖ übergibt Belege an Justiz
Seit Tagen sorgen die Spesenabrechnungen von Strache in seiner Zeit als FPÖ-Parteivorsitzender für Schlagzeilen, die Justiz ermittelt. Die FPÖ kündigte am Donnerstag an, alle Belege vom Parteikonto an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zu übergeben. Im Gegenzug erbittet die Partei, dass sie von der Staatsanwaltschaft jene privaten Rechnungen ausgehändigt bekommt, die mit der Spesenaffäre in Zusammenhang stehen könnten.

Neben Straches ehemaligem Bodyguard, der seit Jahren Belege gegen seinen Ex-Chef gesammelt und jetzt über dessen Spesenbezüge ausgepackt hat, ist auch Straches frühere Büroleiterin im Visier und wurde stundenlang einvernommen. 

Maida Dedagic, Kronen Zeitung, und krone.at

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