Jetzt Mordermittlungen

Überfall in Edlitz: Täter und Opfer kannten sich

Nach der überaus gewaltsamen tödlichen Attacke auf eine 85 Jahre alte Pensionistin am Montagabend im niederösterreichischen Edlitz laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Viele Fragen sind bislang noch offen und gilt es zu klären. Jener Mann, der so manche beantworten könnte, ist derzeit jedoch nicht einvernahmefähig. Der Tatverdächtige - ein 61-Jähriger - war drei Stunden nach dem Überfall auf der A2 bei Warth von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden und befindet sich im Krankenhaus im künstlichen Tiefschlaf. Mittlerweile steht fest, dass Opfer und Täter einander kannten. Nun wird wegen Mordes ermittelt.

Dass die Gewalttat am frühen Montagabend, die mit dem Tod der Pensionistin endete - sie dürfte aufgrund von stumpfer Gewalteinwirkung gestorben sein -, mit dem Unfall auf der A2 etwa drei Stunden später zusammenhängen dürfte, gab die Polizei bereits in der Nacht auf Dienstag bekannt. So gebe es Hinweise, dass der Mann zuvor in Tatortnähe gewesen sei.

Mittlerweile kam weiter Licht ins Dunkel: Der 61-Jährige „ist mit dem Opfer offensichtlich in einer geschäftlichen Verbindung gestanden“, erklärte Erich Habitzl, Sprecher der Anklagebehörde, Dienstagmittag.

Reanimation blieb erfolglos
Alarmiert worden war die Polizei Grimmenstein am Montagabend zunächst gegen 20.45 Uhr aufgrund eines Einbruchs in ein Einfamilienhaus. Vor Ort konnten die Beamten durch ein offenes Fenster die 85-Jährige reglos am Boden liegen sehen, Reanimationsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos.

Ermittlungen wegen Mordes
Entgegen erster Annahmen dürfte es sich im aktuellen Fall um keine „klassische Home Invasion“ handeln, so Habitzl. Vielmehr wird nun wegen des Verdachts des Mordes gegen den 61-Jährigen ermittelt. Nach dem tödlichen Angriff auf die 85-Jährige flüchtete der Täter offenbar zu Fuß.

In der Folge wurde mit einem Großaufgebot an Kräften nach dem Flüchtigen gesucht: Vom Boden aus durchforstete das Einsatzkommando Cobra mit Diensthunden die Gegend, aus der Luft ein Polizeihubschrauber (siehe auch Video vom Tatort unten).

Lkw-Unfall drei Stunden nach Raubüberfall
Knapp drei Stunden nach der ersten Alarmierung geschah dann auf der Südautobahn ein Unfall, der die Polizei überraschend auf die Spur des mutmaßlichen Täters bringen sollte. Ein Mann wurde auf Höhe Warth von einem Lkw erfasst und verletzt.

Der Verdacht, „dass ein Zusammenhang mit der Home Invasion bestehen dürfte“, erhärtete sich, so die Polizei. Die Erhebungen der Polizei sowie Ermittlungsarbeiten am Tatort sind nach wie vor im Gange. Das Ergebnis dieser sowie eine Befragung des mutmaßlichen Täters könnten so manche offene Frage klären.

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