05.09.2019 10:26 |

Wegen Erschöpfung

Alpenvereinsgruppe musste von Heli geborgen werden

Ein fünfköpfige deutsche Alpenvereinsgruppe hat am Mittwoch bei Kirchdorf in Tirol (Bezirk Kitzbühel) im Wilden Kaiser von einem Hubschrauber geborgen werden müssen. Die Männer und Frauen im Alter von 21 bis 25 Jahren waren aufgrund von Erschöpfung und Selbstüberschätzung nicht mehr in der Lage gewesen, weiter zu gehen bzw. zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Die fünfköpfige Gruppe wollte eine siebentägige Wanderung im Kaisergebirge unternehmen. Am zweiten Tourtag brach die Gruppe vom Stripsenjochhaus in Richtung der Selbstversorgerhütte Ackerlhütte auf. Nach einer längeren Rast im Bereich der Fritz-Pflaum-Hütte wanderten die Deutschen in Richtung Ackerlspitze weiter.

Notruf abgesetzt
Rund 100 Meter unterhalb des Gipfels konnten mehrere Gruppenmitglieder nicht mehr weitergehen. Aufgrund ihrer Erschöpfung, der schweren Rucksäcke und der Gefahr abzustürzen, setzten sie gegen 15.30 Uhr einen Notruf ab. Alle Beteiligten wurden schließlich unverletzt vom Polizeihubschrauber geborgen und in Going am Wilden Kaiser abgesetzt.

Schuhe mit Klebeband und Verbandsmaterial „repariert“
Die Deutschen waren laut Polizei zwar mit kompletten Klettersteig-Sets ausgerüstet, sie konnten diese mangels Sicherung jedoch nicht verwenden. Eine Wanderin war zudem mit nicht geeigneten Schuhen unterwegs. „Diese wurden mit Powertape und Erste-Hilfe-Material provisorisch repariert“, heißt es seitens der Polizei.

Zwischenfall auch im Kaunertal
Auch im Kaunertal mussten am Mittwoch zwei deutsche Alpenvereinsmitglieder aufgrund von Erschöpfung geborgen werden. Die beiden waren gegen 10.30 Uhr in den Nordgrat des Schweikert eingestiegen. Die Alpinisten kletterten den gesamten Grat in einer Seilschaft und waren sehr langsam unterwegs, teilte die Polizei mit. Als sie gegen 19.00 Uhr immer noch nicht am Gipfel, aber komplett erschöpft waren, setzten sie einen Notruf ab. Der Polizeihubschrauber holte die beiden und flog sie unverletzt zur Verpeilhütte.

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