03.09.2019 14:15 |

Beamte bremsen

Aus für „Kranzlfahren“ verzögert sich weiter

Der politische Wille war da. Alleine die Beamten machten Stadtchef Harald Preuner und seiner für Verkehrsplanung zuständigen Vize Barbara Unterkofler (beide ÖVP) einen Strich durch die Rechnung. Die mit Ende August angekündigte erste Etappe der Verkehrsberuhigung der Altstadt findet vorerst nicht statt.

„Ich gebe Gas, damit das ,Kranzlfahren’ bis Ende August aufhört“, sagte Unterkofler Anfang des Vormonats. Nun scheint es fix zu sein: Vor Ende September oder Anfang Oktober wird sich nichts tun.

Autofahrer, die derzeit von Mülln in Richtung Staatsbrücke unterwegs sind, müssen ab dem Haus der Natur eine 600 Meter lange Schleife durch die Altstadt ziehen. Unterkofler will, dass neben den Bussen auch der Individualverkehr einfach geradeaus in Richtung Brücke fahren kann. Dazu beauftragte sie bereits Anfang August eine Verkehrszählung, die zeigen sollte, dass das „Kranzlfahren“ die Altstadt insgesamt mehr belastet.

Zuerst waren beide Verkehrsgutachter auf Urlaub, was zu einer Verzögerung führte. Nun fordert die Verkehrsbehörde der Stadt ein zweites, externes Gutachten. „Die Behörde will sich noch einmal absichern, bevor sie die neue Verkehrsregelung erlässt. Wir kommen dem gerne nach, aber das braucht seine Zeit“, heißt aus dem Büro von Unterkofler.

Wie berichtet, soll zwischen Haus der Natur und Rot-Kreuz-Parkplatz für ein Jahr eine provisorische Lösung verordnet werden, die das Geradeausfahren ermöglicht. Bis diese ausläuft, sollte ein definitives Konzept ausgearbeitet werden.Vieles deutet auf einen Kreisverkehr hin, der eine sechsstellige Summe kosten wird.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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