Krönung einer Legende

Traum statt Trauma - Klopp im Himmel!

Der Deutsche beendete Finalfluch und holte wieder einen Titel nach Liverpool. Es gab also einen guten Grund zum Singen (im Video). Familie freute sich mit ihm. Binnen eines Jahres vom Frust zur Glückseligkeit. Alisson: „Kindheitswunsch wurde wahr“.

Jubelnd lagen sich die Liverpool-Spieler in den Armen, Trainer Jürgen Klopp sprang euphorisch über das Feld. Es war vollbracht!

Rückkehr an die Spitze
Mehrmals waren die „Reds“ in den letzten Jahren knapp an einem großen Titel vorbeigeschrammt. 2016 gab es die Final-Pleite in der Europa League gegen Sevilla, heuer fehlten nur zwei Zähler, um erstmals seit 1990 Meister zu werden. Am bittersten war wohl das Champions-League-Finale im vergangenen Jahr. Als man mit zwei Patzern von Torhüter Loris Karius das Endspiel gegen Real Madrid 1:3 verloren hatte. Nun wurde Madrid zum großen Glücksfall. Mit dem 2:0 über Tottenham eroberte Liverpool dort seinen sechsten Titel in der Königsklasse, ist diesbezüglich der dritterfolgreichste Klub.

Größter Jubel bei Klopp
Am größten war der Jubel wohl bei Klopp. Zuvor hatte der Deutsche nicht weniger als sechs Finali in Folge verloren! Gestern fand der Fluch endlich sein Ende und er sich im Fußball-Himmel wieder. „Ich bin so glücklich für mein Team und die Fans“, strahlte Kloppo. „Und für meine Familie. Sie leidet sonst jeden Sommer mit mir.“

Dass das ihm und seiner Familie heuer erspart bleibt, ist auch Klopps eigener Verdienst. Seit er die „Reds“ 2015 übernahm, formte er eine eingeschworene Truppe, die in jedem Spiel mehr Einsatzwillen als der Gegner zeigt. Er verstärkte den Kader stets an den richtigen Stellen, etwa mit van Dijk oder Torhüter Alisson. Und verhalf Spielern wie Mo Salah oder Sadio Mane zu einer Bombenentwicklung.

Genugtuung
Auch für Salah, der den Elfer zum 1:0, verwandelte, damit als fünfter Afrikaner nach Madjer, Eto’o, Drogba und Mane in einem Champions-League-Endspiel traf, war der Titel eine besondere Genugtuung. Im Vorjahr hatte der Ägypter das Endspiel verletzt aufgeben müssen. Unter Tränen. Gestern hatte er wieder welche im Gesicht. Tränen der Freude.

Schlaflose Nacht
Er war nicht der einzige. „Damit wird ein Kindheitstraum wahr“, jubelte Alisson, der eine überragende Saison spielte. Joel Matip gab das Feiermotto aus: „Heute Nacht wird nicht geschlafen. Da kriegt keiner ein Auge zu.“

Peter Frauneder, Madrid, Kronen Zeitung

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