Do, 23. Mai 2019
25.04.2019 21:08

„Nicht korrekt!“

DFB-Geständnis: Bayern-Elfer war Fehlentscheidung!

Paukenschlag im deutschen Fußball: Am Tag nach jener umstrittenen Elfmeter-Entscheidung, die im DFB-Cup-Halbfinale dem FC Bayern München letztlich den Sieg gegen Werder Bremen beschert hat, sorgt der Chef der DFB-Videoschiedsrichter mit einem „Geständnis“ für Aufregung. „Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt“, wird Drees auf der Webseite des Deutschen Fußball-Bundes zitiert.

Rückblende auf Mittwochabend: Bayern München zog nach dem knappen, aber verdienten Erfolg zum 23. Mal ins Pokal-Finale ein. Dort ist am 25. Mai in Berlin RB Leipzig der Gegner. Werder bleibt dann nur die Zuschauerrolle - was Bremen-Coach Florian Kohfeldt ungerecht findet, denn den siegbringenden Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (83.) verwandelt hatte, stufte er als „brutal“ und unberechtigt ein. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

„Neun von zehn Schiedsrichtern hätten da nicht gepfiffen“, betonte der Werder-Coach. „Da gibt es keine große Diskussion. Kohfeldts Ärger richtete sich weniger gegen Schiedsrichter Daniel Siebert, der nach kurzer Rücksprache mit seinen Assistenten bei der Entscheidung blieb, als vielmehr gegen den Videoassistenten Robert Kampka. Der hätte stärker intervenieren müssen, meinte der Werder-Coach. “Ich bin normal ein großer Freund des Videobeweises, aber mit diesem Elfmeterpfiff könnte ich besser leben, wenn es keinen Videoschiedsrichter gegeben hätte„, sagte Kohfeldt.

Nach einigen Stunden “Bedenkzeit„ stimmte nun also auch der “oberste Videoschiedsrichter„ des Landes, Jochen Drees, dieser Einschätzung zu. Allerdings gebe es seiner Ansicht nach sowohl Aspekte, die gegen einen Strafstoß sprechen als auch einen Aspekt, der für einen Elfer spricht. Drees bemängelte zudem in einem SWR-Interview einen Kommunikationsfehler. Schiri Siebert und Videoassistent Kampka hätten sich “im Prinzip diese Situation nochmal anschauen müssen. Und da haben beide einfach nicht auf die Art und Weise miteinander kommuniziert und geredet, wie wir das erwarten würden".

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