„Krone“-Interview

Burgstaller: „Hoffe, dass ich bald der Alte bin!“

Nur drei Saisontore, oft verletzt, mit Schalke im Abstiegskampf - aber Guido Burgstaller trotzt den Turbulenzen. Der 29-Jährige würde heute gegen Ex-Klub Nürnberg nicht jubeln und glaubt noch an die EM-Quali…

„Krone“: Leiste, Achillessehne, zuletzt Zahn-OP - irgendwas zwickte in der Saison immer. Daher salopp: Guido, wie geht es dir?
Guido Burgstaller: Es wird von Woche zu Woche besser. Ich hatte zum Glück keine schwere Verletzung, musste aber oft pausieren, das hat extrem genervt. Ich hoffe, dass ich bald wieder der Alte bin.

„Krone“: Was fehlt noch?
Burgstaller: Ich brauche noch mehr Power, komme im Spiel ja über das Körperliche.

„Krone“: Bei Schalke ging es zuletzt rund: Fan-Proteste, Trainerwechsel - genau in der Phase hast du bis 2022 verlängert.
Burgstaller: Hier stimmt das Paket, habe ich alles, hier sind meine Familie und ich glücklich. Aber natürlich geht die sportliche Situation an mir nicht spurlos vorbei. Es ist logisch, dass es dann bei so einem großen Verein turbulent zugeht.

„Krone“: Letzte Saison mit Schalke noch Vize-Meister, jetzt auf Platz 14 - wie erklärst du dir diesen Rückfall?
Burgstaller: Da kann man viel philosophieren. Wir hatten viele Abgänge, dann auch Verletzte, phasenweise gar keinen Stürmer. Aber klar, wir haben uns selbst in die Scheiße geritten, müssen jetzt Stabilität reinbringen.

„Krone“: Inwieweit kann da Neo-Coach Huub Stevens helfen?
Burgstaller: Huub ist ja nicht irgendwer, er ist hier ein Idol. Er weiß, wie er uns zu nehmen hat. Und er kennt die Situation im Abstiegskampf.

„Krone“: Und jetzt kommt Nürnberg, das Vorletzter ist, noch dazu dein Ex-Klub - für euch eine Schnittpartie?
Burgstaller: Nürnberg ist für mich eine Herzensangelegenheit, aber wir müssen auf uns schauen.

„Krone“: Du hast gegen Nürnberg dein letztes Tor erzielt (Anm. am 24. November) - jetzt kann sich der Kreis schließen.
Burgstaller: Wenn wir gewinnen, ist egal, wer die Tore macht. Ich würde aber nicht jubeln.

„Krone“: Noch ein Wort zum ÖFB-Team: Du musstest verletzt absagen, wie beurteilst du den verpatzten Quali-Start?
Burgstaller: Im TV schaut es immer anders aus, da kann jeder leicht reden. Aber vielleicht brauchen wir den Druck.

„Krone“: Und was hältst du von der Stürmer-Diskussion im Team?
Burgstaller: Nichts. Wir haben Arnautovic bei West Ham, Gregoritsch in Augsburg und viele andere. Es hängt nicht nur an der einen Position. Wir müssen uns alle im Team unterstützen, jeder kann Tore machen. Dann werden wir die Quali auch noch packen.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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