Schüsse in Amstetten

Staatsanwaltschaft geht nicht von Notwehr aus

„Wir gehen nicht von einer Notwehrsituation aus“, sagte Leopold Bien, Sprecher der Anklagebehörde, zu der Schussabgabe im niederösterreichischen Amstetten. Ein 42-Jähriger soll am Samstag einen um ein Jahr jüngeren Mann angeschossen haben. Am frühen Montagnachmittag wurde über den Schützen die Untersuchungshaft verhängt. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes, Körperverletzung sowie nach dem Waffengesetz.

Der Beschuldigte wurde am Sonntag in die Justizanstalt St. Pölten gebracht. Bei der Einvernahme hatte der Kosovare gesagt, bei der Schussabgabe in Notwehr gehandelt zu haben. Dem schenkt die Staatsanwaltschaft aber offenbar keinen Glauben. Die genauen Tatumstände seien allerdings noch abzuklären, hielt Bien fest - auch hinsichtlich der verwendeten Pistole, für die der mutmaßliche Schütze kein waffenrechtliches Dokument besessen haben soll.

Opfer weiter auf Intensivstation
Der Verdächtige soll einem 41-jährigen Rumänen am Samstagnachmittag bei einem Streit im Garten eines Wohnhauses in den Bauch geschossen haben. Der Schwerverletzte wurde in das Landesklinikum Amstetten eingeliefert. Dort wurde er laut Ärzten am Montag weiterhin intensivmedizinisch betreut.

Ein 25-Jähriger soll vom Beschuldigten kurz vor der Schussabgabe im Stiegenhaus des Gebäudes am Hals verletzt worden sein. Der Mann hatte oberflächliche Abschürfungen erlitten, wurde ins Spital gebracht und noch am Samstag entlassen.

Niederösterreich kommt nicht zur Ruhe
Seit Jahresbeginn wird der niederösterreichischen Polizei nahezu keine Verschnaufpause gegönnt. Bereits fünf tödliche Bluttaten und fünf Raubüberfälle spielten sich seit Jänner in Österreichs größtem Bundesland ab. Zuletzt hatte zudem der Fall eines von einem Hausbesitzer angeschossenen Einbrechers für Schlagzeilen gesorgt. Von seinem flüchtigen Komplizen fehlt nach wie vor jede Spur.

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