Frau kam zu Sturz

Geisel als Schutzschild bei Flucht aus Supermarkt

Immer neue Details kommen von dem Überfall auf den Supermarkt in Niederösterreich ans Licht: So mussten die Geiseln nicht nur Todesängste ausstehen, während sie von den beiden Räubern mit Pistolen bedroht wurden. Eines der Opfer wollten die Täter sogar entführen. Sie nutzten die Frau als lebenden Schutzschild, als sie aus der Filiale türmten. Mittlerweile sind auch erste Hinweise auf die beiden Verdächtigen bei der Polizei eingegangen. Die Exekutive warnt gleichzeitig vor der Gefährlichkeit des Duos.

Bereits am Sonntag waren Fahndungsfotos samt Täterbeschreibungen veröffentlicht worden. Erste Hinweise auf die beiden Männer, die am Samstagabend fünf Geiseln genommen und in Angst und Schrecken versetzt haben, sind nun bereits bei der Polizei eingegangen. Aufgrund der Vorgehensweise bei der Tat warnt die Polizei eindringlich vor der Gefährlichkeit der beiden Verdächtigen. Wer das Duo oder einen der beiden erkennt, solle „sofort den Notruf wählen und nicht selbst agieren“, hieß es.

Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich (Tel.: 059133/30-1116) oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Viel „Kleinarbeit“ bei Spurenauswertung
Besonderes Augenmerk legen die Ermittler derzeit auf die Auswertung der Überwachungsvideo. „Wir werden schauen, ob etwas Relevantes dabei ist“, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Auch bei der Auswertung der am Tatort gesicherten Spuren sei aktuell noch viel „Kleinarbeit“ zu verrichten.

Räuber gab sich als Kunde aus
Die Täter waren am Samstagabend in die Billa-Filiale in der Ortschaft Günselsdorf gekommen, hatten sich zunächst als normale Kunden ausgegeben. Einer zückte dann seine Pistole an der Kasse, bedrohte die Kassierin und bugsierte sie in die Büroräumlichkeiten. Dort hatte bereits sein Komplize drei weitere Angestellte und einen Kunden in seine Gewalt gebracht.

Opfer löste Alarm aus
Trotz der lebensbedrohlichen Lage hatte es eines der Opfer noch geschafft, Alarm auszulösen. Während die Täter den Tresor plünderten und die Geiseln fesselten, rückte bereits die Polizei an. Als einer der Polizisten durch eine Scheibe einen bewaffneten Verdächtigen erspähte, feuerte er auf ihn - verfehlte sein Ziel aber knapp. „Der Schuss war gerechtfertigt“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber „Heute“.

Geisel als menschlicher Schutzschild
Kurz darauf türmten die Verdächtigen, und zwar noch ehe die Unterstützungsstreifen eingetroffen waren, wie Schwaigerlehner berichtete. Das Duo verließ den Supermarkt und nutzte dabei eine der Geiseln als menschlichen Schutzschild.

Flucht zu Fuß
Offenbar wollten die Täter die Frau auf ihrer Flucht mitnehmen. Die geplante Entführung scheiterte glücklicherweise, als das Opfer zu Sturz kam. Die Täter ließen von der Frau ab und setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Seitdem fehlt jede Spur von den Männern, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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