23.01.2019 15:45 |

Erst zweite Sichtung

Seltener Vogel aus Sibirien in Wien beobachtet

Ein höchst ungewöhnlicher Vogelgast aus der sibirischen Taiga konnte Montag und Dienstag in Wien beobachtet werden. Kurz vor dem Start seiner Museumsführung im Naturhistorischen Museum Wien (NHM) entdeckte BirdLife-Ornithologe Christoph Roland auf der Grünfläche des Museums in einer Föhre ein Exemplar eines Goldhähnchenlaubsänger. Bisher lag aus Österreich erst ein anerkannter Nachweis dieses mittel- und ostasiatischen Singvogels vor.

Den ganzen Montag über blieb der Vogel in den Kiefern zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum, bestaunt von vielen Vogelbeobachtern und Passanten. Auch am Dienstag wurde er von vielen Menschen mit Ferngläsern beobachtet und fotografiert, berichtete das NHM am Mittwoch.

Der Goldhähnchenlaubsänger ist mit circa neun Zentimeter gerade einmal so groß wie die kleinsten heimischen Vogelarten, die Goldhähnchen. Mit diesen teilt er nicht nur den Namen, auch Aussehen und Verhalten weisen Ähnlichkeiten auf. Den Goldhähnchenlaubsänger charakterisieren ein auffallend gelber Überaugenstreif, zwei hellgelbe Flügelbinden und ein markanter gelblichweißer Bürzel. Die rastlose Nahrungssuche in den Baumkronen nach kleinen Insekten und deren Larven ist typisch für die Art, immer wieder rüttelt der Vogel dabei wie ein Kolibri.

Im Herbst manchmal als „Irrgast“ in Westeuropa
Das Brutgebiet des Goldhähnchen-Laubsänger liegt in der Nadelwaldtaiga Zentral- und Ostsibiriens. Der Zugvogel überwintert in Südostasien. Im küstennahen nördlichen Mitteleuropa und in Westeuropa wird der Goldhähnchenlaubsänger als „Irrgast“ fast alljährlich v.a. im Herbst beobachtet. Im mitteleuropäischen Binnenland ist die Vogelart dagegen viel seltener und unregelmäßiger im Auftreten.

Erst zweiter Nachweis des Vogels in Österreich
Für Österreich stellt laut Archiv von BirdLife Österreich die Beobachtung erst den zweiten Nachweis dar, erstmals wurde der Goldhähnchenlaubsänger im November 2004 im oberösterreichischen Almtal entdeckt.

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