17.01.2019 06:30 |

21 zu 18 Millionen

Mehr Sozialhilfe für Ausländer als Österreicher

38,5 Millionen Euro wurden in Graz 2018 an Mindestsicherung ausbezahlt. Davon gingen 17,7 Millionen an Österreicher. 20,8 Millionen Euro wurden an Ausländer ausbezahlt - zum überwiegenden Teil an Asylberechtigte. Der Anteil von Asylberechtigten in der Grazer Mindestsicherung liegt bereits bei 44,9 Prozent…

Aktuell wird österreichweit hitzig über die Reform der Mindestsicherung durch die schwarz-blaue Bundesregierung debattiert.

44,9 Prozent sind bereits Asylberechtigte
Wir haben uns die aktuellen Zahlen für Graz per Dezember 2018 angesehen:

- 8666 Menschen waren in der Mindestsicherung - ein Minus von 10,67 Prozent zum Dezember 2017 und der niedrigste Wert des Jahres 2018.

- Immer mehr finden Jobs - vor allem Österreicher. Im Vergleich zu 2017 gab es bei Österreichern in der Mindestsicherung einen Rückgang von 14,2, bei den EU-Bürgern von 13,7 Prozent.

- 42,4 Prozent der Mindestsicherungsbezieher waren im Dezember Österreicher, 44,9 Prozent Asylberechtigte. Der Rest von 12,7 Prozent entfällt auf EU-Bürger und Drittstaatsangehörige.

- Die Tendenz 2018 war deutlich: Der Anteil der Österreicher in der Mindestsicherung sank, jener der Asylberechtigten stieg.

- Vergleicht man den Dezember 2017 mit jenem 2018, ist der Anteil der Asylberechtigten in der Mindestsicherung um 10,1 Prozent angewachsen.

Weniger Geld für die Österreicher nötig
38,5 Millionen Euro wurden 2018 an Mindestsicherung in Graz ausbezahlt - weniger als kalkuliert. 17,7 Millionen Euro gingen an Österreicher, 20,8 Millionen an Ausländer. Davon wiederum gingen 1,65 Millionen an EU-Bürger, der Rest an Nicht-EU-Bürger. Gut drei Viertel der 20,8 Millionen wurden für Asylberechtigte aufgewendet.

Grazer Ja zu Reform der Mindestsicherung
Während sich etwa das rot-grüne Wien massiv gegen die Bundesreform der Mindestsicherung stemmt, kommt aus dem schwarz-blauen Graz ein deutliches Ja. Sozialstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP): „Die Reform ist dringend nötig. Die Mindestsicherung muss wieder das werden, wofür sie gedacht war, nämlich eine kurze Überbrückungshilfe für jene, die sie brauchen. Sie darf keine dauerhafte Alimentierung für große Bevölkerungsgruppen sein.“

Das derzeitige System sei unfair, weil Menschen Sozialleistungen bekämen, die noch nie ins System eingezahlt hätten.

Gerald Richter
Gerald Richter
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