Nach Traum-Freistoß

Austrias Sax: „Früher durfte ich ja nie schießen“

Ausgerechnet Max Sax, bei Admira fußballerisch groß geworden, war für Austria mit einem Tor und einem Assist Matchwinner beim 2:1-Sieg  Mit einem Zauber-Freistoß hat er seinen alten Tormann-Kollegen überrascht.

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Die letzten Tage war er immer und immer wieder gefragt worden: „Was machst du, wenn du gegen die Admira, jenen Verein, bei dem du zwölf Jahre lang gespielt hast, ein Tor machst?“ Und er hatte immer und immer wieder über die Antwort nachgedacht, eine gefunden: „Ich werde nicht feiern, wenn ich treffe.“ Gesagt, getan. Nach 65 Minuten, nachdem Maximilian Sax mit einem Zauber-Freistoß ins lange Kreuzeck Austrias Siegtor erzielt hatte, jubelte er im Gegensatz zu seinen Kollegen, die ihm stürmisch um den Hals fielen, nicht.

Sax, der letzten Donnerstag seinen 26. Geburtstag gefeiert hatte, machte sich wohl selbst das schönste Geschenk, hätte daher allen Grund zum Jubeln gehabt - tat es aber nicht. „Der Freistoß war unglaublich geschossen, gelingt einem nicht alle Tage, Admira-Tormann Andreas Leitner kennt mich zwar seit zehn Jahren, aber meine Freistöße nicht, da ich früher nie welche schießen durfte.“ Sax, der das 1:0 von Friesenbichler per Eckball vorbereitet hatte, Matchwinner gegen die Admira - diese Schlagzeile hätte er sich lange nicht erträumt, wurde aber am Samstag nach dem 2:1-Sieg Wirklichkeit.

Ein Sieg, der eine lange violette Durststrecke beendete, erstmals seit dem 30. September (1:0 in Hartberg) konnte die Austria über einen „Dreier“ jubeln. Womit Hartberg überholt wurde, der Abstand zu Rapid und Sturm zumindest bis heute vergrößert wurde.„Nicht die feine Klinge“Der Dreier war für Trainer Thomas Letsch das Erfreulichste: „Es war nicht die feine Klinge, die wir gezeigt haben, aber dafür gibt es Erklärungen.“ Welche? „Klar war die Psyche nach den letzten Spielen nicht die beste, merkte man dies einigen Spielern an, es war auch nicht ganz so einfach, hier einen gepflegten Fußball zu spielen. Aber letztendlich war der Sieg verdient, auch alle Statistikzahlen sprechen für uns.“

Aufatmen also bei Violett, auch wenn noch lange nicht alles eitel Wonne ist - aber alle hoffen, dass der Sieg eine Initialzündung war. Kann man nächsten Samstag daheim gegen St. Pölten unter Beweis stellen.

Peter Klöbl, Kronen-Zeitung

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