Voves wiederholte seine Aussagen vom Freitag im Böhler Edelstahl-Werk in Kapfenberg, dass das Management versichert habe, dass es keine Massenkündigungen geben werde. Schützenhöfer sagte, bei Jobschaffung und Jobsicherung müsse es eine Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg geben.
Laut Voves müssten nach Auslaufen der Kurzarbeit Ende Jänner die neuen beschäftigungspolitischen Modelle wie etwa Arbeitszeitverkürzung greifen. In einigen Divisionen der Voestalpine gebe es bereits dieses Modell, dass beispielsweise Arbeitnehmer über 50 Jahre innerhalb von vier Jahren auf eine 30-Stunden-Woche kommen könnten.
"Management sieht Menschen im Mittelpunkt"
"Für diese vier Jahre wird Böhler-Uddeholm die Unterstützung der öffentlichen Hand suchen", erklärte Voves, der auch ankündigte, dass es diese Woche weitere Gespräche zwischen Politik und Belegschafts- bzw. Arbeitgebervertretung von Böhler geben werde. Man dürfe sich die Situation nicht wie in den 60ern und 70ern des vorigen Jahrhunderts vorstellen, so Voves: "Das Management sieht die Menschen sehr wohl im Mittelpunkt."
Schützenhöfer nahm zusammen mit Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann Bezug auf die unterschiedlich dramatische Situation in den einzelnen Sparten der steirischen Wirtschaft. "Bei Elin Motoren in Weiz sucht man ständig Spezialisten", so der Landeshauptmann-Stellvertreter, und anderswo seien Jobs gefährdet. Es gehe auch darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen, und zwar jene rund 17.500 anvisierten "Green Jobs" im Umwelttechnik und Energiebereich.
Buchmann meinte, die Wirtschaftslage sei komplex und differenziert: "Etwa ein Drittel der Betriebe ist von der Krise nicht betroffen, ein Drittel kaum, das übrige Drittel schon".
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