Für Franz Voves (SPÖ) war es eine "Politshow", inszeniert von der ÖVP zum Auftakt des Landtagswahljahres. Wie auch LH-Vize und Tourismusreferent Hermann Schützenhöfer (ÖVP) nach der Regierungssitzung am Montag einräumte, sei das Thema schon seit Längerem erörtert und erst medienöffentlich geworden, "als die Dinge im Wesentlichen schon besprochen waren".
Schützenhöfer: "Piber ist Bundessache"
"Wir fangen nicht an, die Tür zu öffnen und mitzuzahlen", so Schützenhöfer. Es gehe ums Prinzip - die Hofreitschule und die Aufzucht in Piber seien Bundessache. Dass man bereit sei, dieses "unschätzbare Symbol" auch über touristische Initiativen zu unterstützen, stehe außer Frage, etwa auch über einen TV-Mehrteiler, der sich zurzeit in den Schlussverhandlungen befinde.
Grossmann: "Ständige Infragestellungen beenden"
Die regionale SPÖ-Landesrätin Elisabeth Grossmann verwies darauf, dass 2003 auf ihren Vorstoß hin das Zuchtmonopol für Piber gesetzlich verankert worden sei. Nun sei Berlakovich gefordert, "durch eine schriftliche und verbindliche Zusage die ständigen Infragestellungen, die unerträglich und schädlich für die Region sind, zu beenden". Den von der ÖVP aufgelegten Ball gab Voves politisch ins zuständige Ressort zurück: Für ihn sei das touristische Engagement des Landes rund um das Gestüt "ausbaufähig".
Zwei bis drei Millionen Euro Jahresverlust
Bereits seit Monaten hatte das Gerücht in der Steiermark die Runde gemacht, wonach das Lipizzanergestüt in Piber finanziell vor dem Aus stehe. Piber macht tatsächlich jährlich zwei bis drei Millionen Euro Verlust. Es habe jedoch mit Minister Niki Berlakovich (ÖVP) bereits eine Einigung bezüglich des Bundesgestüts gegeben, hatte Hermann Schützenhöfer am vergangenen Wochenende entwarnt.
Die Finanzierung des steirischen Standorts durch die Spanische Hofreitschule sei zugesichert worden.
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