40 Jahre Opferhilfe

„Weißer Ring“ hilft Opfern von Verbrechen

Kärnten
10.10.2018 09:03

Seit 40 Jahren steht der Weiße Ring im Dienst der Opferhilfe. Mit der Polizei sollte in Zukunft verstärkt zusammengearbeitet werden. Am Donnerstag lädt der Verein zum Tag der offenen Tür.

Laut Kriminalstatistik wurden im Vorjahr 25.702 Straftaten in Kärnten angezeigt. Bei jedem dritten Fall stehen Opfer und Täter in keiner Beziehung zueinander - und genau da kommt dann der Weiße Ring als ehrenamtliche Opferschutzorganisation ins Spiel, um bei der psychosozialen sowie juristischen Aufarbeitung zu helfen. Der Verein wurde 1978 gegründet; Präsident ist seit 40 Jahren die Wiener Richterlegende Udo Jesionek. In Kärnten fungiert seit kurzem Polizeimajor Markus Tilly als neuer Landesleiter: „Die Polizei denkt zu sehr an den Täter - das ist auch ihre Aufgabe. Aber mir liegt es sehr am Herzen, die Opfer zu betreuen.“

(Bild: Wassermann Kerstin)

Schließlich kann es jeden treffen: Raub, Einbruch, Körperverletzung - viele Delikte hinterlassen tiefe Spuren, verursachen Traumata, oft auch, ohne dass es den Tätern überhaupt bewusst ist, was sie im Leben anderer anrichten.

Tag der offenen Tür am Donnerstag
Vor Gericht treffen viele einander wieder. Manchmal gibt es eine ehrliche Entschuldigung, manchmal eine miese Lüge und oft bleiben Opfer im hektischen Prozessalltag überhaupt auf der Strecke. Denn nicht alle wissen, dass ihnen Hilfe zusteht. „Wir würden uns wünschen, dass die Polizei uns aktiv verständigt, wenn ein Opfer uns braucht“, fordert Tilly. Derzeit scheitert das noch am Datenschutz. Auch das Budget ist ein Problem. Das fünfköpfige Team in Kärnten - unter ihnen Anwalt Bernd Peck und Sozialbetreuerin Natalia Russinova - arbeitet ehrenamtlich, ist auf Spenden angewiesen. Um auf die Bedeutung des Engagements hinzuweisen, lädt man morgen, 11. Oktober, zwischen 10 und 16 Uhr in das bescheidene Büro in der Villacher Straße 83 in Klagenfurt.

Weißer Ring Notruf 0800/112 112 oder 0669/13434009.

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