Wie kam er zum Match?

Skandal-Becherwerfer bei Sturm hatte Stadionverbot

Er erzürnte die Sportwelt, sorgte für ein Skandalspiel: 0:2 war der SK Sturm bei der Europa-League-Quali gegen AEK Larnaka hinten, als ein voller Becher den Linienrichter traf. Der sackte zusammen, Spielunterbrechung, der Verein muss mit Konsequenzen rechnen. Nun ist der Steirer angeklagt wegen Körperverletzung - außerdem hatte er schon vor dem Vorfall österreichweites Stadionverbot!

„Es tut mir leid, es ist mit mir durchgebrannt!“, entschuldigte sich der „Becherwerfer von Liebenau“ sowohl im Fernsehen als auch via Zeitung und über Internet bei allen Fans des SK Sturm. Erbost über den 0:2-Rückstand warf der Verdächtige seinen vollen Becher Richtung Spielfeld - und landete mit dem Linienrichter einen Volltreffer! Der sackte blutend zusammen, das Spiel wurde unterbrochen.

So weit, so bekannt. Was allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist - der mehrfach vorbestrafte 34-Jährige hätte sich nie im Stadion befinden dürfen! Denn nach einem Knallkörper-Wurf in Salzburg wurde ihm ein österreichweites Stadionverbot auferlegt! Was hatte er also an jenem Tag in der Merkur-Arena zu suchen?

Platzwunde mit gerichtlichem Nachspiel
Die Platzwunde des Linienrichters hat für den Steirer auch ein strafrechtliches Nachspiel: „Wir haben Anklage wegen Körperverletzung beim zuständigen Bezirksgericht Graz-Ost eingebracht. Meines Wissens wurde diese ans Bezirksgericht Hermagor zur Vereinigung mit einer dort älteren anhängigen Hauptverhandlung abgetreten“, bestätigt Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft. In Kärnten muss sich der 34-Jährige laut „Krone“-Info also nicht nur wegen der Körperverletzung, sondern auch wegen Diebstahls verantworten…

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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