Was bedeutet "Visa-Liberalisierung"? Im Klartext heißt das, dass Mazedonier, Serben und Montenegriner ab dem 19. Dezember kein Visum mehr für die Einreise nach Österreich bzw. in den europäischen Raum beantragen müssen.
Das mag die Einreisewilligen zwar freuen, in unserem Bundesland zeigen sich die Menschen aber weniger begeistert. Immerhin sind Angehörige von Ostblock-Staaten hier zwischen Jänner und November 2009 durch einen äußerst hohen Anteil an begangenen Straftaten aufgefallen.
Rumänen führen in der Kriminalstatistik
727 Delikte - meist Einbrüche und Diebstähle - werden rumänischen und 364 bosnischen Staatsbürgern zugeschrieben. Auf Platz drei der Tatverdächtigen: deutsche Landsleute (363), dicht gefolgt von den Türken mit 324 vermuteten Straftaten.
Grafik zur Kriminalstatistik: Siehe Infobox!
In absoluten Zahlen ist die Zahl der Delikte um 7,3 Prozent gestiegen. Für den höchsten Anstieg sind Kriminaltouristen aus Rumänien (plus 32,7 Prozent), der Türkei (plus 42,1 Prozent; für Türken besteht grundsätzlich Visumpflicht mit Ausnahme "spezieller Reisepässe") und dem Kosovo (erschütternde plus 238,2 Prozent) verantwortlich. Bemerkenswert ist auch die hohe Anzahl von Deutschen (plus 3,1 Prozent), die bei uns im heurigen Jahr Verbrechen begangen haben.
ÖVP: "Weitere Befreiungen überdenken"
Bei der steirischen Volkspartei, die diese Entwicklung sorgenvoll beobachtet, schrillen die Alarmglocken. Geschäftsführer Bernhard Rinner fürchtet eine weitere Zunahme der Ost-Kriminalität: "Mir ist bewusst, dass die Aufhebung der Visumpflicht beschlossene Sache ist. Ich appelliere aber an den Bund, weitere Befreiungen dringend zu überdenken!" Dank offener Grenzen würden kriminellen Ausländern Einbruchstouren in der Steiermark zu leicht gemacht: "Wichtig ist, dass die Bekämpfung der Kriminalität vor Ort auf europäisches Niveau gebracht wird!"
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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