Di, 25. September 2018

Lärm-Diskussion

10.08.2018 14:02

In Völs haben Mopeds in der Nacht Pause

Der Lärm von Mopeds und Motorrädern raubt vielen Tirolern den Schlaf. Wie berichtet, kommt es in zahlreichen Orten zu Konflikten. Nachtfahrverbote werden derzeit wieder heiß diskutiert - in Innsbruck, aber auch in kleinen Gemeinden. Völs hat so ein Fahrverbot. Laut Ortschef Erich Ruetz fährt Völs seit 2006 gut damit.

Ab 23 Uhr ist in Völs lauten Mopeds und Motorrädern eine Ruhepause verordnet. „Wir haben die Regelung 2006 eingeführt. Zwischen 23 und 6 Uhr gilt das Fahrverbot für Mopeds und Motorräder. Ausgenommen sind natürlich Fahrten von und zur Arbeit“, erklärt Bürgermeister Erich Ruetz die genaue Definition der Verordnung. Gemeinden können diese über die Bezirkshauptmannschaft erwirken.

„Keine Probleme mehr“
Auch in Völs waren einst nächtliche Ruhestörungen Grund für die Einführung der Verordnung. Zwölf Jahre später zieht der Ortschef eine positive Bilanz: „Die Regelung hat sich bewährt. Bei uns gibt es deshalb keine Konflikte mehr.“ Ruetz ist aber auch davon überzeugt, dass sich die Rahmenbedingungen mittlerweile geändert haben, mehr Alternativen zum Moped da sind: „Das öffentliche Verkehrsnetz ist besser geworden. Außerdem fahren viele junge Leute heute auch gerne wieder mit dem Rad.“ Das Fahrverbot soll beibehalten werden. Die Akzeptanz für die Regelung ist laut Bürgermeister hoch.

Auch Innsbrucks Grün-StR Uschi Schwarzl würde gerne ein nächtliches Fahrverbot für laute Zweiräder einführen. Bis 2010 gab es das. Die Koalitionspartner sind dagegen. In Thaur wird nach Beschwerden über Mopedlärm ebenfalls darüber diskutiert. Der Ortschef sieht ein Verbot aber als letztes Mittel. Schwarzl glaubt hingegen, dass ein Verbot den Umstieg auf leise und umweltfreundlichere E-Mopeds fördert.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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