Di, 14. August 2018

74-Jähriger in Haft

02.07.2018 14:30

Leichenfund von Fritzens: Festnahme und Geständnis

Nach dem Fund einer Leiche bei Flurreinigungsarbeiten in Fritzens im Bezirk Innsbruck-Land im vergangenen April - die „Krone“ berichtete - hat die Polizei nun einen 74-Jährigen als mutmaßlichen Täter ermittelt. Der Mann, der am vergangenen Freitag festgenommen wurde, soll die Tötung des 75-Jährigen bereits gestanden haben, berichtete das Landeskriminalamt am Montag. Das Motiv für die Tat lag vorerst noch im Dunkeln, nähere Details sind noch nicht bekannt.

Ende April war bei Wald- und Flurreinigungsarbeiten die zunächst unbekannte, stark verweste männliche Leiche entdeckt worden. Sie wies massive Kopfverletzungen auf und war in einem Plastiksack „entsorgt“. Erst nach umfangreichen Erhebungen gelang es dem Landeskriminalamt, die Identität des unbekannten Toten festzustellen: Es handelte sich um einen seit Juli 2016 bei der Polizei als abgängig gemeldeten Innsbrucker, der aufgrund mehrere Delikte der Polizei bekannt war.

Mehr als 500 biologische Spuren ausgearbeitet
Nunmehr gelang es dem LKA, einen Tatverdächtigen auszumitteln. Er soll den Mord bereits gestanden haben. „Unter schwierigsten Bedingungen - die Leiche dürfte eine Liegezeit von etwa zwei Jahren aufgewiesen haben - gelang es der Tatortgruppe in wochenlanger Arbeit, über 500 Spuren zu sichern und zu bearbeiten. Letztlich führten zwei biologische Spuren zum Beschuldigten“, heißt es seitens der Polizei.

Verdächtiger in Innsbruck verhaftet
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft konnte der Tatverdächtige dann am vergangenen Freitag gegen 21 Uhr in Innsbruck festgenommen werden. Im Zuge einer längeren Einvernahme gab der 74-jährige Beschuldigte zu, seinen damals 75-jährigen Bekannten im Frühjahr 2016 getötet zu haben. Das Motiv der Tat sowie nähere Tatumstände ist noch nicht gänzlich geklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen. Über den Festgenommenen wurde am Montag die Untersuchungshaft verhängt.

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