25.06.2018 16:15 |

Tiefgreifende Störung

Sex-Experimente an Schule: 4 Jahre Haft für Lehrer

Also eines muss man ihm lassen: Fantasie hat er. Aber: In seinem Job als Lehrer verwendete er diese nicht, um die Kinder zum Lernen anzuspornen, sondern dazu, möglichst unbemerkt von ihnen sexuell befriedigt zu werden! Was der 37-Jährige nun vor Gericht teilweise auch gesteht: Haft und Einweisung, nicht rechtskräftig.

Sprachlos macht, was man im Gerichtssaal von der Staatsanwaltschaft zu hören bekommt: wie der - mittlerweile gekündigte - Gymnasiallehrer einer Schülerin einen USB-Stick mit Infos für die Matura im Gegenzug für Zärtlichkeiten anbietet. Wie er Collagen bastelt, indem er Fotos von sich und seinen Schülerinnen auf „echte“ Porno-Darstellungen klebt. Und wie er dann anfängt, seine laut Anklage „objektbezogenen erotischen Fantasien“ auszuleben und im Zuge des Unterrichts übergriffig wird: Recht fantasiereich setzt er dazu etwa präparierte Rohre und Styroporplatten ein, um die Mädchen unsittlich berühren zu können bzw. sich berühren zu lassen! Und alles geschieht quasi im Rahmen von Experimenten, damit niemand Verdacht schöpft. An vier Mädchen (elf und zwölf) vergreift er sich so.

Gutachten: Angeklager hat tiefgreifende Persönlichkeitsstörung
Der 37-Jährige weist laut Gutachten eine erhebliche, tiefgreifende Persönlichkeits- und Sexualstörung auf, die etwa Unreife, Selbstunsicherheit und pädophile Handlungen mit fetischistischen und sadomasochistischen Elementen kennzeichnet. Die Wiederholungsgefahr ist groß.

Der 37-Jährige zeigt sich teilweise geständig, nur nicht zum angebotenen USB-Stick. Letztlich setzt es vier Jahre Haft und Einweisung. Außerdem muss der ehemalige Lehrer den Opfern je 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zudem wurde der Mann mit einem fünfjährigen Berufsverbot belegt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Silvia Schober, Kronen Zeitung/krone.at

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