Mo, 23. Juli 2018

OÖ Landesausstellung

26.04.2018 13:58

Ein modernes Abenteuer im römischen Weltreich

Die Landesaustellung „Die Rückkehr der Legion“ in Enns, Oberranna und Schlögen ist eröffnet! Im einstigen „Lauriacum“ hat sie das Zentrum. Das Museum am Stadtplatz baute man völlig neu um. Ein toller Spaziergang mit vielen Medienstationen macht mit Legionären bekannt, die einst hier in Enns stationiert waren. Man erfährt vieles über ihr Leben, Lieben und Sterben.

Latein in der Schule und Asterix in der Freizeit mit seinem „Die spinnen, die Römer!“ Damit ist das römische Weltreich, das sich ab 15 v. Chr. in Noricum - heute Österreich - ausbreitete, stets präsent. Aber das sind nur zwei der vielen Errungenschaften, die die Römer uns überlassen haben. Viele schöne Exponate und wirklich gelungene Medienstationen lassen all diese Entwicklungen in der Hauptschau der Landesausstellung in Enns Revue passieren.

Legionäre im Porträt
Die „alten Römer“ waren vielleicht das erste Volk, dem es gelang, so viele Menschen aus ursprünglich unterschiedlichen Kulturen unter eine politische Ordnung zu stellen. Bestes Beispiel für ihre Verwaltungskunst war eine Legion. Zwei Jahrhunderte n. Chr. rückte die „Legion II Italica“ mit 6.000 Mann an den Limes, heran. Sie spielt in der Schau eine große Rolle, denn einzelne Legionäre werden näher porträtiert.

Zinnsoldaten-Armee
Ausgehend von einer Zinnsoldaten-Armee werden militärische Themen beleuchtet. Es gibt Waffen und Uniformen, aber auch Landkarten. Die Römer haben gerne das Land vermessen, aber sie glaubten an eine vielgestaltige Götterwelt. Jede Legion hatte sogar einen Schutzgeist, einen „Genius“. Die Verehrung des Kaisers brachte natürlich dem einfachen Legionär auch Schutz und Orientierung. War gar der Kaiserkopf auf Münzen geprägt, musste der Sold einfach wertvoll sein!

Essen, Medizin und Gesellschaft
Man umkreist auch Themen wie Essen, Medizin oder die Rolle von Mann und Frau. Gräber, die man in Enns fand, geben nicht nur Aufschluss über Bestattungsrituale oder gesellschaftliche Positionen. Mit kriminalistischem Spürsinn kann man auch an einer Station wie ein Detektiv feststellen, wie bestimmte Menschen ausgesehen haben. Die römische Wohnkultur liebte malerische Deckenfresken und Fußbodenheizungen. Großes Vergnügen fanden die Römer übrigens an der Darstellung von „Barbaren“, nackten Damen auf Brustpanzern oder zart umhüllten Göttinnen. Starke Inszenierung eines Weltreichs und dem Erbe!

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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