Mi, 24. Oktober 2018

Für die Kost vom Rost

27.04.2018 09:00

So finden Sie den perfekten Griller

Holzkohle oder Gas? Kugelgrill oder Smoker? Die Auswahl an Grillgeräten im Fachmarkt ist mittlerweile verwirrend vielfältig. Die Wohnkrone präsentiert die Vor- und Nachteile der verschiedenen Grill-Typen im Überblick. So sorgt die Kost vom Rost für glühende Leidenschaft!

Riechen Sie das? Die ersten Knospen treiben aus, bunte Blumen schießen aus dem Boden. Doch es sind nicht nur laue Frühlingsdüfte, die da in der Luft liegen. Es schwingt auch schon ein Hauch von Kotelett und Bratwurst mit. Die ersten Nachbarn haben die neue Grillsaison längst eingeläutet!

Wenn es so etwas wie einen kulinarischen Höhepunkt des Sommers gibt, dann ist das ein zünftiger Grillabend unter freiem Himmel. Die Szenerie erinnert an archaische Zeiten. Rund ums offene Feuer scharen sich weise Männer, die über perfekte Glut, richtige Garzeit und ideale Fleischzubereitung fachsimpeln. Oder über das Griller-Modell, das hier gerade heiß läuft. Ob günstig, flexibel und mobil oder zentnerschwer und küchenprofitauglich: Der Markt bietet eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten.

Holzkohle
Wer vom Grillen spricht, denkt dabei zunächst an Holzkohle. Doch Kohle ist nicht Kohle. Klassische Holzkohle ist rasch entzündet, brennt jedoch nicht sehr lange. Briketts brauchen zum Anzünden mehr Zeit, glühen dann aber auch deutlich länger (mitunter stundenlang) und halten dabei gleichmäßige Temperatur. Grillen mit Holzkohle ist nichts für Innenräume. Auch im Freien ist bei Rauchentwicklung Vorsicht geboten. Es entstehen Schadstoffe, die man lieber nicht mitisst. Das Fleisch (oder auch das Gemüse) sollte man niemals direkt über die Glut legen und nicht zu dunkel grillen. Besser, man schichtet die Glut seitlich unter dem Fleisch.

Rundgrill
Sie sind die Klassiker von der Tankstelle: Rundgrills um günstiges Geld. Schnell aufgestellt, schon kann die spontane Grillparty losgehen. Allerdings halten diese Geräte selten länger als einen Sommer. Bald ist die Emailschicht ab, Blech und Schrauben rosten vor sich hin. Rundgrills aus Edelstahl sind da die weitaus robustere Variante, kosten allerdings auch entsprechend mehr. Edelstahl-Griller sind beinahe unverwüstlich und überstehen den Winter rostfrei, selbst wenn sie ungereinigt irgendwo im Garten vergessen werden.

Kugelgrill
Die runden „Genuss-Bomben“ haben zahlreiche Vorzüge. Nicht nur, dass sie bei den ersten paar Regentropfen nicht gleich in Sicherheit gebracht werden müssen - unter dem Deckel lässt sich vor allem auch indirekt Grillen. Dabei wird das Fleisch durch die umgebende Hitze schonend gegart. Beim Kugelgrill liegt das Grillgut nicht direkt unter den Kohlen, so entstehen weniger Schadstoffe. Der abtropfende Saft wird in einer Schale aufgefangen. Wenn man diese Schale mit Wasser oder Bier füllt, sorgt das übrigens für ein noch saftigeres Geschmackserlebnis. Die kugelrunde Form (der US-amerikanische Erfinder soll dabei von einer Schiffsboje inspiriert gewesen sein) hat sich so gut bewährt, dass es heute längst auch Gas- oder Elektro-Kugelgriller zu kaufen gibt.

Smoker
Das Ding sieht ein bisschen aus wie eine Lokomotive und kommt ursprünglich aus den Südstaaten der USA. Dort ist Barbecue in aller Munde. Ein Smoker besteht aus zwei unterschiedlich großen Trommeln. In der größeren, der sogenannten Räucherkammer, liegt das Fleisch auf einem Rost. Daran angeschlossen ist die kleinere Feuerkammer, in der Brennholz oder Kohle angezündet wird. Der heiße Rauch zieht in die Räucherkammer und tritt auf der anderen Seite durch ein Kaminrohr wieder aus. Da Feuerquelle und Rost räumlich voneinander getrennt sind, kann kein Fett in die Glut tropfen. Hier wird besonders langsam und schonend gegart. Man braucht also Geduld. Dafür zergeht das Fleisch dann auch förmlich im Mund - mit einem ganz speziellen Aroma. In einfacher Ausführung gibt es Smoker bereits ab etwa 150 Euro, Spitzenmodelle kosten deutlich mehr.

Gasgrill
Auch wenn die Lagerfeuerromantik ein bisschen fehlt: Grillen mit Gas hat eine Menge Vorteile - und längst viele Anhänger gefunden. Private Gas-Grillmeister sind nicht selten leidenschaftliche Köche. Hier können sie ihrem Hobby mit vergleichbarem Komfort auch im Garten nachgehen. Backen, Kochen, Schmoren, Braten - mit einem Gasgriller alles kein Problem. Am Markt werden regelrechte Grillstationen angeboten, mit viel Grillfläche, Ablagen, Drehspießen und sonstigen Extras. Ganz billig ist das freilich nicht - und Gaskartuschen bekommt man auch nicht rund um die Uhr an jeder Tankstelle. Abgesehen davon überwiegen die Pluspunkte. Ein Gasgriller ist im Nu angeworfen und ohne viel Vorwissen zu bedienen. Alles geht schadstoffarm (weil rauchfrei) vonstatten.

Mit speziellen Räucherboxen oder -sackerln, die man einfach auf den Grill stellt, muss dennoch niemand auf holzige Aromen verzichten. Elektrogrill Ähnlich wie bei Gas rümpfen Puristen auch beim Elektrogriller die Nase. Trotzdem ist elektrisches Grillen stark im Vormarsch, vor allem, weil es so praktisch ist - und sicher. Die Geräte eignen sich insbesondere für Balkon oder Terrasse, wo die nächste Steckdose nicht weit ist. Die meisten Elektrogriller sind eher klein und werden einfach in die Mitte des Tisches gestellt. Man findet aber auch eine Reihe größerer Modelle, denen man auf den ersten Blick niemals ansehen würde, dass sie mit elektrischem Strom betrieben werden. Mit Stand und Haube und allem Drum und Dran.

Günther Kralicek, wohnkrone.at

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