Nach dem Sturmlauf der Kärntner in der zweiten Hälfte (über 90 Minuten 24:8 Torschüsse) und seinem 100. Bundesliga-Spiel zeigte sich der Kärntner Mittelfeldakteur Matthias Dollinger geknickt. "Ich bin enttäuscht, dass wir nicht drei Punkte gemacht haben", meinte der Routinier. Angesichts seiner etwas theatralischen Einlage beim Foul von Fukal, das dem Tschechen in der 59. Minute Gelb-Rot bescherte, meinte Dollinger lapidar: "Es war kein schweres Foul, aber die Rote Karte ist zu geben."
Gregoritsch sauer: "Schwalbe"
Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch (Bild) war nach dem Abpfiff sichtlich erregt. Der Steirer, dessen Truppe in der zweiten Hälfte allerdings auch schon vor der gelb-roten Karte für Abwehrchef Fukal stark unter Druck geraten war, sah sich um eine große Chance gebracht: "Wenn wir mit zehn Feldspielern zu Ende gespielt hätten, hätten wir gewonnen. Da bin ich überzeugt", sagte Gregoritsch, der bei Dollinger eine klare "Schwalbe" erkannt haben wollte.
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Doch Gregoritsch hatte auch Grund, sanfte Töne anzuschlagen. "Ich freue mich für die Mannschaft, dass sie mit Kampfgeist dieses wichtige Spiel überstanden hat", meinte der 51-Jährige, der nicht zuletzt seinen Torschützen Alar lobte: "Schön, wie er das erahnt hat", spielte er auf den fatalen Rückpass von Ex-Rapidler Martin Hiden an. "Es freut mich für den jungen Buben, der wird seine Tore machen. Ich habe schon im Training gesehen, wie erfrischend er war." Alar fiel es zu, den "Falken" nach 441 torlosen Minuten auch in der Offensive wieder neuen Mut einzuimpfen. Wenngleich der Treffer nicht steirischer Finesse, sondern einem schweren Fehler der Kärntner Abwehr entsprang.
KSV-Personalsorgen
Sorgen machte Gregoritsch aber die Personalsituation in der Abwehr. Fukal ist gesperrt, Rauscher verletzte sich. "Gerade im defensiven Bereich ist die Luft jetzt sehr dünn. Mir fallen fürs nächste Spiel zwei Innenverteidiger aus, das ist bitter." Schon am Mittwoch gastiert die Wiener Austria in Kapfenberg.









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