Zu wenig Saisonniers

Tiroler Touristiker fühlen sich von der Politik "gepflanzt"

Tirol
24.10.2009 15:28
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern beginnt auch für die Tiroler Touristiker der Kampf um die so dringend benötigten Saisonniers aufs Neue. "Die Wintersaison steht vor der Türe – und wir haben auch heuer wieder um die Saisonniers betteln müssen", ärgert sich Josef Falkner (im Bild), Präsident der Tiroler Tourismusvereinigung (TTV), im Gespräch mit der "Krone".

Nach tagelangem Zittern und Dutzenden Wien-Anrufen wurden am Freitag Vormittag die ersten Saisonniers von ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) frei gegeben. "Das ist zum einen viel zu spät und zum anderen haben wir nur 200 der 400 geforderten Saisonniers erhalten", zeigt Falkner auf.

Das ist in seinen Augen eine einzige "Pflanzerei" seitens der Politik. Lob zollt er in diesem Zusammenhang der Wirtschaftskammer, die sich auch heuer wieder bemüht habe. Doch auf die Bundespolitik ist er verdammt sauer: "Das ist ein Anschlag auf Betriebe und Arbeitsplätze in diesem Land. Der Tourismus hat sich als krisenresistent erwiesen - die Sommerzahlen beweisen das. Doch es hat fast den Anschein, dass die Bundespolitik versucht, mit derartigen Aktionen Betriebe mutwillig zu schädigen. Anders kann ich mir die ständige Saisonniers-Bettelei nicht erklären", attackiert der TTV-Boss die Minister Mittlerlehner und Hundstorfer frontal.

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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