Fr, 22. März 2019
24.10.2009 17:11

Weltcup-Auftakt

Poutiainen gewinnt in Sölden - Zettel auf Platz 2

Da nach dem ersten Durchgang beim Saisonauftakt in Sölden am Samstag keine Österreicherin unter den besten drei Läuferinnen war, standen die ÖSV-Damen unter Zugzwang. Angriff lautete die Devise im zweiten Lauf. Und Kathrin Zettel, sie war zur "Halbzeit" mit Rang vier die beste rot-weiß-rote Läuferin, nahm sich das zu Herzen. Gewonnen hat dennoch eine andere: Die Finnin Poutiainen verwies Zettel mit einer Hundertstel-Sekunde Vorsprung auf Rang zwei.

Dabei wäre Zettel die Sensation beinahe gelungen. Die Niederösterreicherin riskierte viel und war sehr schnell. Vor dem Steilhang hatte sie bereits acht Zehntel Vorsprung, dann rutschte sie jedoch kurz weg und rettete sich gerade noch um ein Tor. Genau an dieser Stelle holte Poutiainen den Rückstand auf. Ohne diesem Patzer wäre Zettel auf dem Rettenbachferner wohl eine Fabelzeit gelungen.

Dritte wurde die Südtirolerin Denise Karbon, die nach dem ersten Durchgang überlegen geführt hatte.

Ernüchterndes Ergebnis für ÖSV-Team
Auch wenn Zettel dank ihres gelungenen Angriffs im zweiten Lauf noch auf dem Podest steht, so ist es aus Teamsicht betrachtet dennoch kein gutes Ergebnis. Denn die Niederösterreicherin war auch die einzige, die es unter die ersten Zehn schaffte.

Zweitbeste ÖSV-Läuferin war Stefanie Köhle auf Rang elf. Eva-Maria Brem wurde 14., eine enttäuschende Elisabeth Görgl lediglich 15. und Andrea Fischbacher beendete das Rennen als 17.

Michaela Kirchgasser, die nach dem ersten Durchgang auf Rang sechs lag, schied im zweiten Lauf aus.

Die ÖSV-Herren sollen es am Sonntag besser machen
Das österreichische Herrenteam, allen voran Benjamin Raich, startet am Sonntagvormittag in den neuen Skiwinter. So wie im Damenteam sind auch im Herrenteam in den vergangenen Jahren einige Superstars und Leistungsträger zurückgetreten. Als letztes zog Doppelolympiasieger Hermann Maier einen Schlussstrich unter seine aktive Karriere.

Nun lastet der Erfolgsdruck mehr denn je auf dem Tiroler Ski-Ass Benjamin Raich. Der Blitz aus Pitz ist der letzte verbliebene Superstar im Aufgebot unserer Herrenmannschaft. Von ihm heißt es, er sei siegeshungrig und top in Form. Die Erwartungen dürfen also hoch sein.

Außerdem bietet das erste Rennwochenende nach der Maier-Ära auch anderen Fahrer die Chance, in die großen Fußstapfen des Herminators zu treten.

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