Minus 12,2 Grad

Gerlos als Eiskasten Österreichs, 'warm' in Innsbruck & Imst

Tirol
21.10.2009 08:58
Temperaturen wie normal im Hochwinter sind in weiten Teilen Tirols in der Nacht auf Dienstag gemessen worden. Das Minimum wurde in Gerlos erreicht, wo das Thermometer auf minus 12,2 Grad sank: Damit war Gerlos kältester Ort Österreichs. Selbst auf dem 3.440 Meter hohen Brunnenkogel war es mit -10,5 Grad wärmer!

Nicht nur in Gerlos wurde gefroren, auch andere Orte meldeten zum Teil Kälterekorde für einen 20. Oktober. Hinter Gerlos reihen sich, wie der Meteorologe Georg Erlacher erhob, Galtür (-11,4 Grad), Tannheim und Seefeld (je -11,3 Grad), Schmirn (-9,9 Grad), St. Jakob in Defereggen (-9,1 Grad) und St. Leonhard im Pitztal (-8,3 Grad) ein.

In Innsbruck war es mit minus 3,9 Grad vergleichsweise warm. Tagsüber heizte es dann kräftig auf: "Den größten 'Tagesgang' gab es in Imst. Dort stieg die Temperatur von minus 4,7 Grad auf plus 12,1 Grad an, das sind 16,8 Grad. In Seefeld gab es nach minus 11,3 Grad in der Nacht am Tag plus 5,3 Grad, in Tannheim betrug der 'Tagesgang' 16,5 Grad", sagt Wettertechniker Tommy Leitner zur "Krone".
 
Die größte Schneehöhe wurde am Dienstag vom Hintertuxer Gletscher mit 150 Zentimeter gemeldet, dahinter folgen der Stubaier Gletscher (100) und der Galzig (97). Am Mittwoch ließ der Föhn den Schnee bis über die Mittelgebirgslagen schmelzen.

von Günther Krauthackl, Tiroler Krone

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