Kleider für Ski-Stars

Raich, Schlieri & Co. fassen in Innsbruck "Winterg'wand" aus

Tirol
15.10.2009 16:26
Wie jedes Jahr hat auch heuer vor Beginn der Rennsaison die offizielle Einkleidung des Österreichischen Skiverbandes in der Innsbrucker Olympiaworld stattgefunden. Beim "einzigen Familientreffen" des ÖSV am Donnerstag wurden unsere Alpin-Stars, Skispringer, Nordischen Kombinierer, Langläufer, Biathleten, Snowboarder und Skicrosser für den kommenden Winter ausgerüstet. Beherrschende Farben sind wieder Rot und Weiß.

Große Sorgen im Vorfeld der Einkleidung hatte Reinhold Zitz, Geschäftsführer des ÖSV-Skipools, durch den Konkurs des bisherigen Ausrüsters Anzi Besson. "Plötzlich standen wir im Mai ohne Ausrüster da. Es war schwierig. Wir haben aber mit Schöffel nun einen tollen Partner gefunden, der in den viereinhalb Monaten fast durchgearbeitet hat", erzählte Zitz. "Bei Schöffel wurden die Wochenenden und die Urlaube gestrichen." 80 Prozent der Bekleidung konnten bis zur offiziellen Einkleidung geliefert werden. "Den Rest bekommen wir bis Weihnachten", versicherte Zitz.

Bilder von der Einkleidung findest du in der Infobox!

Insgesamt 301 Athleten (86 Damen, 215 Herren) und 180 Betreuer fassten ihr "Arbeitsgewand" für den kommenden Winter aus. Im Schnitt bekamen die Athleten rund 30 Stück, von Unterwäsche über Anoraks und Rennanzüge bis zu Handschuhen. Wie groß der Wert ist, konnte Zitz nicht angeben: "Weil da ja auch viel ideeller Wert drinsteckt, wie zum Beispiel Entwicklungskosten." Während Anoraks und Überhosen großteils komplett in Rot gehalten sind, besteht das Design der Rennanzüge aus den österreichischen Nationalfarben Rot und Weiß. "Fesch", kommentierte die Außerfernerin Niki Hosp. "Aber wichtiger ist die Funktion."

Maier-Rücktritt das Gesprächsthema
Der überraschende Rücktritt von Hermann Maier war am Donnerstag in der Innsbrucker Olympiahalle das beherrschende Gesprächsthema. "Der Leithammel ist nicht mehr aktiv, wir haben ein Zugpferd verloren", sagte Herren-Cheftrainer Toni Giger. "Die Mannschaft hat viel verloren. Viele Leute haben von ihm gelernt, wie man an Dinge herangeht, wie man sich gegen Widerstände durchsetzt."

Für Giger kam der Rücktritt Maiers völlig überraschend, auch deshalb weil er bewusst nie mit Maier über ein mögliches Karriereende diskutiert habe. Dass Österreich so schnell wieder ein mediales Zugpferd, das für weltweites Interesse sorgt, haben werde, glaubt Giger nicht: "Weil Maiers Geschichte einzigartig ist, wie ein perfektes Hollywood-Drehbuch."

Auch die Athleten diskutierten das Karriereende der ÖSV-Galionsfigur. "Teils bin ich überrascht, teils nicht. Weil Hermann in einem Alter ist, in dem es irgendwann Zeit für einen Rücktritt ist", sagte Nicole Hosp, die nach ihrer schweren Knieverletzung im Jänner wieder topfit ist. Für Maiers Salzburger Landsmann Hans Grugger kam der Rücktritt sehr überraschend: "Seit meiner Jugend war er ein Idol von mir, ich hatte das Glück in einer Mannschaft mit ihm zu fahren. Maier hat unserem Skisport sehr viel gebracht."

Schlierenzauer in Maiers Fußstapfen
Auch im nordischen Lager wurde über den Ski-Hero der Alpinen diskutiert. Für Wolfgang Loitzl kam der Rücktritt Maiers zwar überraschend, der Vierschanzen-Tounee-Sieger sagte aber: "Ein schöneres Karriereende gibt es nicht." Österreich habe ein großes Idol verloren, das in den Medien omnipräsent war. "Wenn einer aus dem ÖSV prädestiniert ist, in Maiers Fußstapfen als Idol zu treten, dann ist das für mich Gregor Schlierenzauer", streute Loitzl seinem Springerkollegen Rosen.

Der Kombinierer Mario Stecher, der zum 18. Mal bei einer Einkleidung dabei war und damit der längstdienendste ÖSV-Athlet ist, sagte, dass er von Maiers Karriereende überrascht wurde: "Ich hatte vorerst nichts mitbekommen. Als ich dann im TV das Insert 'Ex-Rennläufer' sah, war ich schockiert."

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