Was war das nur für ein Slalom-Feuerwerk! Beflügelt von rund 50.000 Fans zündeten zwei österreichische Stars nach den Ausfällen in Kitzbühel ihren Raketenantrieb. "Vor einem Jahr bin ich wegen meiner Verletzung daheim gesessen und hab eine Ganslhaut bekommen", sagte Manni Pranger, "da habe ich mir geschworen, dass ich das beim nächsten Mal so richtig genießen werde."
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Er hat es fast übertrieben. "Ich hab bei der Zwischenzeit den Aufschrei der Leute gehört und noch mehr Gas gegeben. Es war fast ein bissl zuviel, drum hab ich mich dann wieder etwas zurückgenommen." Auch im zweiten Lauf fuhr er voll am Limit, durfte dann im Ziel euphorisch jubeln.
Nur Reini Herbst war besser
Nur einer war besser: der wie schon in Kitzbühel völlig entfesselte Reini Herbst. "Der Ausfall vom Sonntag ist schon gesessen", gab er zu, "darum hab ich zunächst versucht, einmal in den Rhythmus zu kommen - und erst später voll angegriffen." Obwohl er teilweise mit leicht angezogener Handbremse unterwegs war, fuhr er in einer eigenen Liga. Der Slalom-Weltcupführende Jean-Baptiste Grange, der im zweiten Lauf einfädelte, verlor über eine Sekunde. "Es klingt vielleicht blöd, aber es reicht derzeit auch so. Die Trainer sagen mir auch immer, dass ich's nicht übertreiben muss."
"Schönster Moment meiner Karriere"
Dennoch fuhr er in beiden Durchgängen Laufbestzeit. Völlig losgelassen jubelte er: "Dieser Sieg ist bisher der schönste Moment meiner Karriere. Ich hatte heute unendliche Sicherheit, ich konnte gar nicht ausfallen.
Enttäuscht war dagegen Mario Matt: "Mein Ergebnis ist ein Wunder", hatte der Vorjahressieger nach Platz vier im ersten Lauf noch gemeint, "ich hab den falschen Ski erwischt und bin nur herumgerutscht." Dann kam aber noch das böse Aufwachen - sein nächster Ausfall in dieser Seuchensaison.
Raich schied aus
Mit mürrischem Gesicht verließ auch Schladming-Rekordsieger Benni Raich die Planai. Im ersten Lauf hatte ihn im oberen Teil ein Fehler aus den Kampf um die Spitzenplätze geworfen. "Danach wollt ich voll angreifen, habs aber mit dem Risiko fast übetrieben." Im zweiten Lauf attackierte er noch einmal, schied nach einem weiteren Fehler aus.
von Peter Frauneder aus Schladming, KronenZeitung
Das Ergebnis in Schladming:
Platz | Name | Nation | Zeit |
1 | HERBST Reinfried | AUT | 1:37.32 |
2 | PRANGER Manfred | AUT | 1:38.48 |
3 | KOSTELIC Ivica | CRO | 1:38.55 |
4 | MOELGG Manfred | ITA | 1:38.84 |
5 | ZURBRIGGEN Silvan | SUI | 1:38.96 |
6 | VAJDIC Bernard | SLO | 1:39.19 |
7 | BROLENIUS Johan | SWE | 1:39.22 |
8 | MILLER Bode | USA | 1:39.34 |
9 | LIGETY Ted | USA | 1:39.49 |
10 | JANYK Michael | CAN | 1:39.64 |
11 | MYHRER Andre | SWE | 1:39.75 |
12 | RAZZOLI Giuliano | ITA | 1:39.91 |
13 | KRYZL Krystof | CZE | 1:40.53 |
14 | YUASA Naoki | JPN | 1:40.68 |
15 | HARGIN Mattias | SWE | 1:40.74 |
16 | KOLL Alexander | AUT | 1:40.78 |
17 | ROCCA Giorgio | ITA | 1:40.89 |
18 | DRAGSIC Mitja | SLO | 1:41.03 |
19 | ALBRECHT Kilian | BUL | 1:41.09 |
20 | OMMINGER Andreas | AUT | 1:41.19 |
21 | BIGGS Patrick | CAN | 1:44.65 |
22 | MERMILLOD BLONDIN Thomas | FRA | 1:48.90 |
23 | IMBODEN Urs | MDA | 1:49.70 |
24 | HOERL Wolfgang | AUT | 1:53.94 |
25 | HOROSHILOV Alexandr | RUS | 2:03.62 |
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