So, 19. August 2018

Heizkosten sparen

01.11.2008 14:42

Einfach dämmen!

Steigende Heizkosten lassen jetzt auch finanzielle Frostzeiten befürchten. Sinnvoll ist daher nochmals ein Check, wie man die teure Wärme möglichst wirtschaftlich im Haus behält, damit sich Energie und Geld nicht im wahrsten Sinn des Wortes in Luft auflösen. Eine der wichtigsten Maßnahmen dabei: eine gute Dämmung!

Doch leichter gesagt als getan. Denn, obwohl unbestritten die wichtigste Maßnahme zur Energiekostenreduzierung, scheuen viele Hausbesitzer diesen Schritt, weil sie Kosten und Mühen fürchten.

Muss aber nicht sein. Denn Dämmen ist in der Praxis in vielen Fällen einfacher als gemeinhin angenommen. Vorausgesetzt, man geht mit Plan und Blick auf die Haushaltskassa an die Sache ran. Die wichtigste Regel dabei lautet: Besser teilweise als gar nicht dämmen. Auch Step-by-step-Arbeiten garantieren spürbare Erfolge. Einen besonderen Vorteil haben die Heimwerker unter uns, denn viele Dämmarbeiten am Haus  müssen nicht unbedingt von professionellen Bauunternehmen durchgeführt, sondern können auch selbst erledigt werden.

Profi-Tipps
Was bringt es und was nicht? Wie geht man am besten ans Dämmen heran? Welche Maßnahmen versprechen die meisten Erfolge und worauf sollte man achten? Dämmprofi „Knauf Insulation“ hat jetzt eine Liste von Tipps erstellt, die Dämmen im Energiespar-Alltag einfacher machen sollen.

  • Förderungen: Dämmen wird zurzeit kräftig gefördert. Voraussetzung ist aber auch in diesem Bereich der Energieausweis. Die Förderrichtlinien sind allerdings von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Information ist also wieder einmal alles und am besten, man wendet sich im ersten Schritt an einen Energieberater.
  • Dämm-Schritte: Es muss nicht alles auf einmal gedämmt werden. Optimal wäre es natürlich, alle Bereiche, wo Energie verloren geht, zu dämmen. Aber besser teilweise als gar nicht. Am günstigsten ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Dieser Schritt ist auch der wirkungsvollste, denn über das Dach geht bei der Gebäudehülle die meiste Energie verloren. Energieverluste: Dachfläche: 30%, Fassade: 15%, Kellerdecke: 15%; (Undichte Fenster und Türen: 40%).
  • Profiauftrag oder Eigenregie: Die gute Nachricht ist, dass man auch selbst dämmen kann. Am einfachsten ist die Dämmung der obersten Geschossdecke (begehbar oder nicht). Wenn zwei Personen daran arbeiten, dauert das im Normalfall nicht länger als einen Tag. Auch die Kellerdecke kann man innerhalb eines Tages leicht selbst dämmen. Bei einem Dachgeschossausbau und bei der Haus-Fassade sollte dagegen wirklich nur der Profi ran!
  • Materialbeschaffung: Die Dämmstoffe sind im Baustoff-Fachhandel erhältlich. Mineral-Wolle (für die Dämmung der nicht begehbaren obersten Geschossdecke) ist meist sogar lagernd und in Rollen erhältlich, die aufgrund ihres geringen Gewichtes auch leicht selbst transportiert werden können. Dämmstoffe in Form von Platten (z.B. für den begehbaren Dachboden oder die Kellerdecke) werden meist innerhalb von drei Werktagen an die Baustelle geliefert.
  • Materialauswahl: Selbst, wenn die Dämmung in Teilschritten erfolgt, sollte man bei der Auswahl darauf achten, welche Dämmsysteme das jeweilige Unternehmen anbietet. Viele Unternehmen bieten eine perfekt aufeinander abgestimmte Produktpalette an. Besonders wichtig ist es auch, sich aktiv nach dem Brandschutz, sprich Brennbarkeit und Brandverhalten, der jeweiligen Dämm-Materialien zu erkundigen. Auch ökologische Aspekte spielen eine Rolle. Nicht brennbar und gleichzeitig ökologisch wertvoll ist z.B. Mineralwolle (Glas- bzw. Steinwolle).

Was es kostet, was es bringt
Dass sich Dämmung rechnet und eine echte Investition darstellt - darüber sind sich alle Experten einig. So spricht etwa „die umweltberatung“ von einer „Verzinsung bis zu 30 Prozent des eingesetzten Kapitals“. Konkret-Handfestes rechnet uns Knauf Insulation vor.

Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Geschossen (EG, OG, nicht ausgebautes Dachgeschoss) belaufen sich die Kosten für eine Sanierung von 200 auf 80kWh/a (Material inklusive Verarbeitung und MwSt) für die einzelnen Bereiche wie folgt (angegebene Preise nicht bindend):

  • Dämmung der obersten Geschossdecke (nicht begehbar), 19 Quadratmeter: ca.1.425 Euro
  • Dämmung der Kellerdecke: ca. 3.600 Euro
  • Dämmung der Fassade: ca. 10.800 Euro

Wie man aus dieser Beispielsrechnung, insbesondere an der Dämmung der obersten Geschossdecke, sehen kann, sind Teil-Dämmungen durchaus auch für kleinere Budgets leistbar. Optimal wäre natürlich eine Dämmung des gesamten Hauses, deren Kosten sich im Rahmen von ca. 15.825 Euro (Dämmung OG nicht begehbar, Keller und Fassade) bis zu 22.400 Euro bewegen (Dachgeschoss-Ausbau und Dämmung, Keller und Fassade).

Bei einer Volldämmung des gesamten Hauses ist laut Knauf Insulation mit einer Jahresersparnis an Heizkosten bis zu 1.800 Euro zu rechnen.

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