Das freie Wort

Raubritter

Sicherlich hat es unser derzeitiger Finanzminister nicht leicht, die maroden Staatsfinanzen im Griff zu behalten. Die Überlegung, die Grundsteuer zu erhöhen oder die Erbschaftssteuer wieder einzuführen, ist eine der gemeinsten Methoden, die Staatsbürger auszusackeln. Eine Abgabe für einen materiellen Wert zu zahlen, setzt Geldreserven voraus, die aber von einem Grundstück oder Wertgegenstand nicht zwingend abgeworfen werden. Es stellt also eine finanzielle Belastung dar, welche oft dazu führt, ein Erbe nicht antreten zu können oder die Liegenschaft verkaufen zu müssen. Eine solche Steuer ist demnach hochgradig wirtschaftsfeindlich und unsozial. Der aktuelle Angriff auf die NOVA, diese im Falle eines Exportes des Kraftfahrzeuges nicht mehr aliquot zurückzuerstatten, ist ein neuerlicher Griff in die Taschen der Autofahrer und ein wesentlicher Nachteil für den innereuropäischen Handelsverkehr. Wie lange noch will man den österreichischen Steuerzahler mit immer weiteren Steuerabgaben belasten, wenn Österreich eh schon zu den absoluten Hochsteuerländern zählt? Will man die österreichische Wirtschaft durch eine völlige Demontage der Kaufkraft unserer Staatsbürger ruinieren? Nur wenn die Wirtschaft Umsätze macht, kann sie Gewinne lukrieren. Nur dann kann sie auch Mitarbeiter beschäftigen, die auch Lohnsteuer zahlen. Berechtigt sind Abgaben auf Kapitalerträge und -einkommen, sicherlich aber nicht auf Sachwerte.

Mag. Friedrich Frauwallner, Riegersdorf

Erschienen am Fr, 5.12.2025

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