Der Artikel „Gretchenfrage Gendern“ zeigt klar, mit welchen ungeprüften Glaubenssätzen die Parteien agieren. „Sprache schafft Bewusstsein.“ (ÖVP) – Nein, wir haben alle Eltern, Partner und Kinder. Alle haben irgendein Geschlecht. Wie soll das Bewusstsein über unsere Geschlechtlichkeit noch gesteigert werden können und wozu? „Mit dem, was wir sagen, können wir Akzeptanz fördern oder Vorurteile bekräftigen.“ – „Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der Platz für alle Menschen ist.“ (SPÖ) – Dabei ist aber offenbar die Mehrheit, die nicht gendert, sondern Menschen so respektiert, wie sie sind, ausgeschlossen. „Sprache schafft Bewusstsein und bildet Realität ab.“ (Grüne) – Um Frauenrechte weiterzubringen, müssten vor allem Politikerinnen ihr Bewusstsein ändern und sich nicht auf Nebenschauplätzen verausgaben. Wir Bürger machen ja die Gesetze nicht. Dass Sprache Realität abbildet, ist Unsinn. Dann müsste ja jede Beleidigung wahr sein. „Wir Neos gendern seit unserer Gründung.“ (Neos) – Da würde ich mir nichts darauf einbilden. „Ziel ist es, alle Menschen miteinzubeziehen.“ (Neos) – Vor dem Gendern war das auch so, die Schwierigkeiten ergeben sich erst durch das Gendern. Zum Schluss: Wir – das Staatsvolk und der Souverän dieses Landes – brauchen kein Personal, das unser Bewusstsein verändern möchte. Erst recht nicht mit ungeeigneten Mitteln und aus den falschen Gründen. Das Ausmaß der Nötigung, das erforderlich war, um Medien das Gendern aufzuzwingen, halte ich für strafrechtlich relevant. Österreicher (ja, dabei sind, wie es sich gehört, alle Geschlechter eingeschlossen, und dazu brauchen wir gar keine Sonderzeichen) lehnen das Gendern mit überwältigender Mehrheit ab und haben das auch schon wiederholt deutlichgemacht. Ausreden wie „die waren einverstanden“ oder „die wollten es ja“ sind auch beim Gendern inakzeptabel. Nein heißt Nein!
Dagmar Kleinrath, Wien
Erschienen am Mo, 14.6.2021
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