Das freie Wort

Künstler-Tausender

Die Parteichefin der Neos Beate Meinl-Reisinger hatte eine interessante Forderung in der ORF-„Pressestunde“. Für Künstler sei das soziale Netz nicht ausreichend, es brauche eine Grundsicherung. Auf die Frage, wie hoch diese Grundsicherung sein sollte, antwortete Meinl-Reisinger: „Etwa tausend Euro pro Monat.“ Nun erhebt sich natürlich die Frage: Wer oder was ist ein Künstler? Ein „Nicht-Künstler“ kann diese Frage selbstverständlich nicht beantworten. Diese Beantwortung steht den Künstlern alleine zu. Da ja ein jeder für die Freiheit der Kunst eintritt, darf es natürlich keinerlei Beschränkung geben, was Kunst ist und was nicht. Wenn man es so betrachtet, kann ein jeder, der sagt, dass er ein „Künstler“ ist, die 1000 Euro pro Monat Grundsicherung erhalten. Es kann ja niemanden geben, der einfach behaupten kann, dass dies keine Kunst ist. Schön, wenn es eine Politikerin gibt, die in dieser Wirtschaftssituation an eine Grundsicherung von 1000 Euro für „Künstler“ denkt. Über die Finanzierung brauchen sich die Österreicher keine Sorgen zu machen – „wir ham’s ja“.

Gerhard Forgatsch, Wien

Erschienen am Sa, 23.5.2020

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