Mo, 20. August 2018

Innsbrucker Seegrube

05.08.2017 15:02

Eisiges Iglu als Zugpferd für Sommergäste

Eine neue Attraktion wird seit Freitag den Gästen auf der Seegrube bei Innsbruck geboten: Im Inneren des riesigen Schneedepots wurde ein cooles Iglu gebaut, das im Sommer für pure Abkühlung sorgt. Vor allem Asiaten, Araber und Inder sind von dieser Idee begeistert. Für den Sommer 2018 soll das Iglu dann vergrößert werden.

Steigt man bei der Bergstation Seegrube aus, erblickt man saftig grüne Wiesen, auf denen Schafe grasen. Von Winter weit und breit keine Spur - zumindest so lange nicht, bis man sich hinter das Gasthaus traut.

25.000 Kubikmeter "weißes Gold"

Dort, in einem Graben, ragt ein großes, weißes Depot hervor. "Hier drinnen versteckt sich der Schnee - unser weißes Gold", verrät Thomas Schroll, Nordkettenbahnen-Geschäftsführer. Es ist bereits das zweite Schneedepot. "Im Vorjahr haben wir zum ersten Mal versucht, 10.000 Kubikmeter Schnee zu konservieren. Da das wunderbar geklappt hat, sind es in diesem Sommer schon knapp 25.000 Kubikmeter", präzisiert er.

80 Prozent bleiben übrig

Interessant: Es handelt sich nicht um künstlich angelegten Schnee, sondern um Naturschnee. "Am Ende des Winters sprengen wir das weiße Gold ab und tragen es zusammen", schildert Schroll. Da sowohl die Hitze als auch der Regen den Schnee gefährden können, muss der Aufbau eines solchen Depots gut überlegt sein. "Dafür benötigen wir Dämmplatten, Folie sowie Fließ", sagt Schroll. 80 Prozent bleiben schließlich übrig, damit werden bis Ende November Pisten gezaubert. "Wir sind kein Skiberg, sondern ein Ausflugsberg, der ganzjährig geöffnet hat. Da musst du den Gästen natürlich ständig was bieten", verdeutlicht Schroll.

Schnee zum Anfassen

Und heuer gibt es sogar schon in den Sommermonaten eine besondere Attraktion: Ein cooles Iglu im Inneren des Schneedepots. "Jeder kann kostenlos hineingehen und den Schnee anfassen. Die Temperaturen schwanken zwischen 0 und 4 Grad", erklärt Iglu-Bauer Günther Brunner und ergänzt: "Am ersten Tag waren vor allem Pakistani, Inder und Araber aus dem Häuschen. Und auch bei den Asiaten wird dieses neue Projekt richtig gut ankommen."

Ausbau in Planung

Das Iglu ist ein Testlauf. "Wenn alles funktioniert, werden wir im Sommer 2018 mit einem noch größeren Iglu auftrumpfen", verrät Schroll.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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