Di, 16. Oktober 2018

In Graz

03.07.2017 14:50

Murcamp ist geräumt

Seit Wochen campieren Gegner des Murkraftwerks entlang der Mur - und zwar im sogenannten "Murcamp". Das wurde Montag in den frühen Morgenstunden geräumt. Angetroffen wurden Kraftwerksgegner aus Österreich, Deutschland und Irland. Kritik an der Räumung kommt von den Kommunisten.

Der koordinierte Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Holding Graz begann um fünf Uhr morgens. Das eigentliche Camp selbst war offenbar leer. In einem von den Kraftwerksgegnern errichteten Baumhaus in unmittelbarer Nähe trafen die Einsatzkräfte aber auf eine Österreicherin und einen Deutschen, die das Camp bewachen sollten. In einem Schrebergarten gleich neben dem Camp fand man einen Iren. Laut Auskunft aller Beteiligten leistete niemand Widerstand. Was man aber hört, ist, dass die hygienischen Zustände im Camp bedenklich gewesen sind.

Das Areal ist nun polizeilich abgesperrt. Hintergrund der Räumung: Die Stadt will eine Baustelle für die Arbeiten am Speicherkanal einrichten. Der Antrag für die Räumung bei der Polizei kam von Holding Graz, Stadt Graz und den Murkraftwerk-Errichtern.

Die Utensilien der "Camper" wurden in Containern gesammelt und sind ab Donnerstag im Lager der Holding Graz abzuholen.

Kritik an Räumung von den Kommunisten

Kritik an der Räumung kommt von der Grazer KP-Chefin Elke Kahr: "Die Maßnahme geschieht ohne Not. Offenbar will man vor dem Nationalratswahlkampf einen Unsicherheitsfaktor aus dem Weg räumen." Die Kraftwerksgegner sehen in der Räumung gar einen Verfassungsbruch.

Von: Gerald Richter

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