11.04.2017 18:48 |

3150 Brände 2016:

Drei Todesopfer und rund 30 Millionen € Schaden!

Im Schnitt täglich neun Brände - das ergibt die Brandstatistik 2016 für Tirol. Tirols Florianijünger wurden im Vorjahr zu rund 3150 Feuereinsätzen gerufen. Darunter sind 700 sogenannte größere Einsätze, die in Summe rund 30 Millionen Euro an Schäden verursachten. Aber noch viel schlimmer: Es gab auch drei Tote zu beklagen.

"Der rasche und professionelle Einsatz der Tiroler Feuerwehren hat auch 2016 viele Menschenleben gerettet und einen noch größeren Sachschaden vermieden", bedankt sich LHStv. Josef Geisler (ÖVP) bei den Tausenden Feuerwehrleuten im Land.

Mehr Rauchgasmelder in privaten Haushalten

Damit Brände frühzeitig und vor allem nachts rechtzeitig bemerkt werden, empfiehlt Geisler Privathaushalten die Installation von Rauchgasmeldern: "Rauchgasmelder können Leben retten. Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband und der Tiroler Versicherung wird das Land Tirol deshalb im heurigen Jahr die Sinnhaftigkeit von Rauchgasmeldern ins Bewusstsein rücken."

Während Betriebe, größere Schulen und Krankenhäuser mit automatischen Brandmeldeanlagen ausgestattet sind, die mit der Leitstelle Tirol verbunden sind, sind Rauchmelder in Privathaushalten eher die Ausnahme als die Regel. "Das soll sich ändern", hofft auch Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl. Batteriebetriebene Rauchgasmelder sind leicht zu installieren und funktionieren auch bei Stromausfall.

Rauchgasvergiftung häufigste Todesursache

Brände entstehen häufig als so genannte Schwelbrände. Bevor es zu einer sichtbaren Flammenausbreitung kommt, entstehen oft giftige Rauchgase. "Rauchgasvergiftung ist eine häufige Todesursache bei Wohnungsbränden. Die meisten Brandopfer kommen nicht durch Flammen, sondern durch Rauchgase ums Leben", weiß Bernhard Stibernitz von der Landesstelle für Brandverhütung.

Feuerteufel schlug zwei Mal in Fiebebrunn zu

Tirols Feuerwehren wurden im Vorjahr rund 3150 Mal zu Brandeinsätzen gerufen. Rund 27 Millionen Euro Schaden entstand bei 70 Großbränden im ganzen Land. Gleich zwei Mal schlug der Feuerteufel in der Unterländer Gemeinde Fieberbrunn zu. Allein diese beiden Brände verursachten einen Sachschaden von über einer Million Euro.

Unachtsamkeit mit offenem Feuer oft Ursache

Zu den häufigsten Brandursachen bei größeren Bränden zählt neben technischen Defekten Unachtsamkeit im Umgang mit offenem Feuer, aber leider auch Brandstiftung. In der Brandschadensstatistik 2016 erfasst sind Brände mit einem Sachschaden von mehr als 2.000 Euro. Brände in freier Natur sind in der Statistik 2016 nicht berücksichtigt.

Claus Meinert/Kronen Zeitung

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