Do, 19. Juli 2018

Taubergung:

08.01.2017 12:19

35-Jähriger überlebte Nacht am Berg bei -20 Grad

Es grenzt auch für die Retter an ein Wunder, dass der Oberösterreicher Carl Steiner zuerst einen 250-Meter-Absturz und dann auch noch die Nacht auf dem Berg bei minus 20 Grad überlebt hat. "Er hat das wirklich sehr gut überstanden!", ist auch Stefan Schröck erleichtert, der mit der Bergrettung Admont die Kollegen aus Oberösterreich unterstützte. Der Gerettete liegt mit Prellungen im Spital.

Es war ein wirklich harter Einsatz", erzählt Stefan Schröck im Gespräch mit der "Steirerkrone". Am Freitag um 17 Uhr waren die Bergretter der Ortsstelle Admont von den Kollegen aus Oberösterreich (Spital am Pyhrn, Vorderstoder, Hinterstoder, Windischgarsten) alarmiert worden. "Der 35-Jährige war auf dem Rückweg vom Großen Pyhrgas unterhalb des Gipfels 250 Meter abgestürzt. Er war zum Glück nur leicht verletzt, wusste aber nicht, ob er sich auf der steirischen oder der oberösterreichischen Seite befindet."

Die Witterungsverhältnisse waren lebensgefährlich. "Es gab null Sicht, der Wind war eisig, und es herrschte erhebliche Lawinengefahr." Um Mitternacht musste der Einsatz abgebrochen werden.

Blaue Zehen und Prellungen
Am Samstag wurde die Suche mit 70 Bergrettern und Alpinpolizisten sowie drei Hubschraubern (BMI und ÖAMTC) fortgesetzt - und das mit Erfolg. Der Polizeihubschrauber entdeckte den Abgestürzten, der mit seiner roten Jacke winkte, das C 14-Team aus Niederöblarn barg den 35-Jährigen mittels 30-Meter-Tau. Bis auf Prellungen und blaue Zehen war er unverletzt. "Er hat die Nacht sehr gut über- standen, trotz mehrerer Lawinenabgänge um ihn herum und -20 Grad."

"Auch wenn er gut ausgerüstet war, an so einem Tag hat man am Berg nichts verloren", warnte zum Schluss der Einsatzleiter der Bergrettung Spital am Pyhrn, Georg Schürrer, davor, überhaupt bei derartigen Verhältnissen Wandern zu gehen.

Eva Stockner
Eva Stockner

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