Mystik des Untersbergs wirkt bis in den Lungau: Theater in Thomatal knüpft an Tradition von Pfarrer Valentin Pfeifenberger an. Kleine Stars als Raben, Prinzessin, Tod und Teufel.
„Krah! Krah! Krah!“ So tönt es über das „Gschröff“, jener Naturarena in Thomatal zwischen Schule und Pfarrhof.
Die als Raben vom Untersberg verkleideten Kinder haben sich nicht hierher verirrt. Es ist dem legendären Pfarrer Valentin Pfeifenberger zu verdanken, dass der mystische Salzburger Hausberg bis in den südlichsten Gau wirkt.
Der Untersberg faszinierte den Geistlichen schon in jungen Jahren: Die Legende von Kaiser Karl, der im Berg schläft und seinem Bart, der dreimal um den Tisch gewachsen sein muss, bis er aufwacht, bot den idealen Stoff für ein Kinderstück. Pfeifenberger schrieb 1948 ein Theater, das seit den 60ern aufgeführt wird.
Nach einer längeren Corona-Pause werden jetzt erstmals wieder kleine Schauspieler zu Zwergen, Wachen, Teufel, Haselnussbrocker, Raben und Co (Mariä Himmelfahrt, 10 Uhr). Rund 20 Kinder schlüpfen in die einfachen Masken aus Karton, die noch so verwendet werden, wie sie „Voitl“ Pfeifenberger fertigte.
„Die Kinder gehören vor den Vorhang“, betont Peter Moser, Teil der Initiative rund um Verleger Gabor Schuster und Kindergarten-Leiterin Christine Moser-Grall, die das alte Spiel jetzt wieder neu aufleben lässt. Lampenfieber? „Die Vorfreude ist groß!“
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