Mit abenteuerlichen Erklärungen versuchte ein ungarischer Profi-Einbrecher, einer Strafe zu entgehen: Bei der Prozess-Fortsetzung setzte es aber mehr als drei Jahre Freiheitsstrafe.
Laut Anklage soll der angeklagte Ungar (73) siebenmal zwischen Oktober 2021 und November 2022 als Einbrecher zugeschlagen und einen hohen sechsstelligen Schaden angerichtet haben. „Ich habe diese Taten nicht gemacht“, bestritt der klein-gewachsene Familienvater bereits zu Beginn des Strafverfahrens im April, und lieferte gleich abenteuerliche Erklärungen: Bei einem Juwelier-Einbruch in Linz habe er beim Bummeln das kaputte Schaufenster berührt, deshalb sei dort seine DNA.
Und in einem anderen Fall in Salzburg habe er sich nach einer durchzechten Nacht verlaufen, und in einer Gartenhütte genächtigt. Dort habe er zufällig jenes Werkzeug berührt, das für einen Einbruch benützt worden war.
Diese Woche wurde der Prozess im Salzburger Landesgericht fortgesetzt. Dabei sprach die Richterin ein Urteil: Der Ungar wurde für jene drei Fälle – auch die zwei zuvor genannten – verurteilt, wo seine DNA gefunden wurde. Er kassierte als Zusatzstrafe drei Jahre und zwei Monate unbedingte Haft.
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