Buch und Ausstellung

Feuer und Farben eines großherzigen Künstlers

Steiermark
17.06.2024 10:00

Adolf A. Osterider wäre am 18. Juni 100 Jahre alt. Der 2019 verstorbene Künstler war einer der wesentlichen Vertreter der steirischen Nachkriegskunst. In der Neuen Galerie in Graz ist ihm ab 18. 6. eine Ausstellung gewidmet, und zur Eröffnung wird der neue Bildband „weiter schauen“ vorgestellt.

Adolf Osteriders wunderbare Landschaften, aber auch seine Charaktere der Commedia dell‘arte sind heute noch herzerwärmend. Seine typische Bildsprache entwickelte er basierend auf dem Expressionismus, der im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts Triumphe feierte und in leicht abgeschwächter Form seinen Weg auch nach Österreich fand.

Osterider kombinierte in seinen Arbeiten gekonnt die explodierende Farbigkeit mit figurativen Elementen. Damit wurde er zu einem der wesentlichen steirischen Künstler der Nachkriegszeit. Daneben war er aber auch ein wichtiger Lehrer, der viele Künstler nachhaltig beeinflusste.

Die Königsdisziplin des Vielseitigen
Das Aquarell nannte der stets ein Lächeln auf den Lippen tragende Künstler, der eine Vielzahl von Techniken – von der Zeichnung bis hin zu Bleiglas-Fenstern –  beherrschte, seine Königsdisziplin. Diesen Arbeiten, wie auch vielen anderen widmet seine Familie, mit Gattin Heide Osterider-Stibor und den Söhnen Martin und Stefan drei aktive Künstler, auch einen prächtigen Bildband, der im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 18. Juni um 19 Uhr in der Grazer Neuen Galerie präsentiert wird.

Das Buchcover für den neuen Bildband
Das Buchcover für den neuen Bildband(Bild: Osterider)

In diesem Buch finden sich zudem viele persönliche Erinnerungen an Adolf Osterider, zahlreiche Fotos über viele Jahre hinweg und Skizzen des Künstlers, die über seine Arbeitsweise erzählen. Dazu einige wunderbare Texte von Walter Titz. Es ist eine herzliche Erinnerung an einen großen Künstler und liebenswerten Menschen. 

Die Ausstellung selbst setzt sich aus Werken aus den Beständen der Neuen Galerie und aus dem Besitz der Familie zusammen und ist bis Ende Juni zu sehen. Zur Eröffnung spricht Kunsthistorikerin Margit Stadlober über Leben und Werk des Künstlers.

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