Die Bäume im Waldviertel leiden derzeit unter einer regelrechten Hasenplage.
„Lasst uns nur ja die Füchse in Ruhe“, ermahnen die Waldhüter der Bundesforste von der Revierleitung in Droß aus augenzwinkernd die heimischen Jäger. Ihr Appell hat aber einen handfesten ökologischen Grund. Denn zum Borkenkäfer, der die Fichten und anderen Stämme ohnehin zu Hunderten ins Wanken bringt, gesellen sich noch unzählige hungrige Hasen. Von Meister Reineke wiederum wird eine natürliche Reduktion der Bestände des gefräßigen Mümmlers erhofft.
Zudem sollen Greifvögel als natürliche Gegenspieler von Hase und der sich ebenfalls dramatisch vermehrenden Mäusepopulation bei der Nahrungssuche stärker auf die Jungwaldflächen gelenkt werden. Dafür werden sogar T-förmige Landestangen aufgestellt, auf denen die Greifvögel leicht Halt finden.
Milder Winter, viel Nahrung
Warum sich die Rindenknabberer gerade heuer so wohlfühlen in Feld und Flur – vor allem in Riegersburg bei Horn – ist leicht erklärt! Aufgrund der ausbleibenden strengen Winter und ausreichend Nahrungsangebot konnten sich die Tiere gut vermehren.
Das Problem grassiert schon ab Herbst: Denn kaum waren die Felder abgeerntet, drängten auch Rehe auf Nahrungssuche in den Wald und verschärften das Problem bis ins Frühjahr. Denn jetzt gelten für Feldhase & Co die jungen Triebe und Nadelspitzen als Leckerbissen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.