Am Samstag ab 17 Uhr das letzte Saison-Heimspiel der WSG Tirol gegen Altach – und daher auch der Tivoli-Abschied des scheidenden Trainers Thomas Silberberger! Mit einer Ehrung für ihn und - ohne auch nur einziges Tränchen.
Zum 78. Mal wird Thomas Silberberger am Samstag ab 17 Uhr als Cheftrainer der WSG Tirol an der Outlinie des Tivolistadions stehen. Zum 78. und letzten Mal.
Groß wird die Liebe zu der Arena in der Tiroler Landeshauptstadt, die im September 2000 eröffnet wurde, auch beim letzten Heimspiel nicht sein.
Nur ein Zuag‘reister
Die WSG aus Wattens wanderte ja nur gezwungenermaßen nach Innsbruck aus, weil das eigene Gernot-Langes-Stadion zu wenige überdachte Sitzplätze und keine Rasenheizung besitzt. Und zu Hause fühlte sich der Klub aus der Swarovski-Metropole im fernen Tivolistadion nie. Eher wie ein Zuag’reister, Fremder, Geduldeter. Was auch den konstant bescheidenen Zuschauerzahlen bei den Heimspielen geschuldet war. Begeisterung rund um die WSG gab’s höchst seltenst.
„Ganz ehrlich“, sagt Silberberger nach elf Jahren als WSG-Trainer daher auch vor seinem Tivoli-Finale gegen Altach, „ehrlich: Ich werde ohne diesen Verein verdammt viel vermissen. Aber das Tivoli, das steht auf dieser Liste nicht sehr weit oben. Vielleicht komme ich ja irgendwann als gegnerischer Trainer zurück – und es entsteht ein ganz anderes Feeling. Hoffentlich.“
„Ich freu mich auf das Ende“
Überhaupt ist der 50-Jährige bislang (noch) in keinster Weise von Sentimentalitäten geplagt: „Überhaupt nicht. Aber ich möchte das auch professionell zu Ende bringen. Es taugt mir sehr, dass ich mein Lebenswerk in der Bundesliga übergeben kann. Mit der Entscheidung, als Trainer zurückzutreten, ist extrem viel Ballast bei mir abgefallen. Jetzt freue ich mich auf das Ende.“
Diese Beziehung zum Tivolistadion ist ja nichts Neues, es wird mir nicht großartig fehlen. Zurück komm‘ ich nur als gegnerischer Trainer oder für ein cooles Konzert.
WSG-Trainer Thomas Silberberger
Was Silberberger mit einigen Spielern gemeinsam hat. 14 Verträge laufen aus. Dass da bei einigen schon die nötige Spannung abgefallen ist, registrierte der Coach unter der Woche beim Training – und wurde nach eigenen Worten „cholerisch“. Noch ist er ganz und gar WSG-Trainer...
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