Bessere Jobbedingungen

Klimaschützer an der Seite der Buslenker

Salzburg
15.03.2024 22:00
Für den Ausbau des Öffi-Verkehrs fordern Gewerkschafter und Fridays for Future ein leichteres Arbeitsleben für die Busfahrer.

Auf den ersten Blick ist es ein ungewöhnlicher Zusammenschluss, wenn Klimaschützer und Gewerkschafter gemeinsame Sache machen. Am Freitag forderten aber die Gewerkschaft Vida und „Fridays for Future“ gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen für Buslenker. Denn ohne die Chauffeure kein Ausbau des öffentlichen Verkehrs und kein Klimaschutz. „Nur mit besseren Arbeitsbedingungen werden wir die Mobilitätswende schaffen“, sagt Vida-Landesvorsitzender Fritz Schinagl.

Er sieht für die Busfahrer vor allem drei Problembereiche. Bei den Arbeitszeiten die geteilten Dienste, das sind lange unbezahlte Pausen zwischen zwei Diensten, die oft nur aus wenigen bezahlten Arbeitsstunden bestehen. Das fehlen von adäquater Pauseninfrastruktur. „Unsere Fahrer stehen in der Pause oft irgendwo in der Pampa, ohne WC, ohne Pausenraum und können nur im Bus bleiben“, erklärt Schinagl.

„Wir haben immer noch die Sechstagewoche. Anderswo wird über die Viertagewoche geredet. Wir ...
„Wir haben immer noch die Sechstagewoche. Anderswo wird über die Viertagewoche geredet. Wir wären schon über eine Fünftagewoche froh“, sagt Albus-Betriebsrätin Ruth Stutzmüller.(Bild: Tschepp Markus)

Busfahrer und Lokführer sind schon Mangelberufe
Auch die Bezahlung sei ein Problem. „Das Einstiegsgehalt ist nicht schlecht, aber dann gibt es praktisch zehn Jahre keine Erhöhung“, sagt der Gewerkschafter. Da würden viele Lenker wieder aussteigen.

Dass sich Buslenker genauso wie Lokführer inzwischen auf der Mangelberufsliste befinden, ist für Schinagl „traurig“. Er sagt: „Das kann nur die letzte Maßnahme sein. Besser wäre es, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass der Beruf wieder attraktiv ist.“

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