Auf den ersten Blick ist es ein ungewöhnlicher Zusammenschluss, wenn Klimaschützer und Gewerkschafter gemeinsame Sache machen. Am Freitag forderten aber die Gewerkschaft Vida und „Fridays for Future“ gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen für Buslenker. Denn ohne die Chauffeure kein Ausbau des öffentlichen Verkehrs und kein Klimaschutz. „Nur mit besseren Arbeitsbedingungen werden wir die Mobilitätswende schaffen“, sagt Vida-Landesvorsitzender Fritz Schinagl.
Er sieht für die Busfahrer vor allem drei Problembereiche. Bei den Arbeitszeiten die geteilten Dienste, das sind lange unbezahlte Pausen zwischen zwei Diensten, die oft nur aus wenigen bezahlten Arbeitsstunden bestehen. Das fehlen von adäquater Pauseninfrastruktur. „Unsere Fahrer stehen in der Pause oft irgendwo in der Pampa, ohne WC, ohne Pausenraum und können nur im Bus bleiben“, erklärt Schinagl.
Busfahrer und Lokführer sind schon Mangelberufe
Auch die Bezahlung sei ein Problem. „Das Einstiegsgehalt ist nicht schlecht, aber dann gibt es praktisch zehn Jahre keine Erhöhung“, sagt der Gewerkschafter. Da würden viele Lenker wieder aussteigen.
Dass sich Buslenker genauso wie Lokführer inzwischen auf der Mangelberufsliste befinden, ist für Schinagl „traurig“. Er sagt: „Das kann nur die letzte Maßnahme sein. Besser wäre es, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass der Beruf wieder attraktiv ist.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.