Eigentlich dürfen Schulleiter seit zwei Wochen öffentlich über Probleme sprechen. Doch viele Lehrer scheinen Angst zu haben.
Wenn Lehrer Missstände nicht mehr akzeptieren wollen, schweigen sie. Zu dieser Erkenntnis kommen die Salzburger Neos. Sie haben Anfang Februar eine „Whistleblower“-Plattform online gestellt. Dort können Lehrer ihrem Ärger Luft machen.
„Die Angst ist in Salzburg groß“
„Wir haben mehr als zwei Dutzend Meldungen bekommen. Aber fast alle sind anonym. Die Angst, eine auf den Deckel zu bekommen, ist in Salzburg groß“, schildert Landessprecherin Lisa Aldali. Die Bildungsdirektion erlaubt es seit rund zwei Wochen, dass Schulleiter mit Medien sprechen.
Die Angst vieler Lehrer vor einer Rüge ist aber offenbar geblieben. „Lehrer berichten uns von zu wenig Raum, Kindergartenpädagoginnen von Überforderung, die sie einst kritisiert hatten. Allen wurde ein Disziplinarverfahren angedroht“, schildert Aldali.
„Sonst bekomme ich erneut Schwierigkeiten“
„Wenn ich das aufschreibe, dann kann man rauslesen, dass es sich um mich handelt. Dann bekomme ich erneut Schwierigkeiten“, heißt es in einer Meldung an die Plattform. Die Neos wollen Lehrern, die sich melden, „einen geschützten Raum geben“ und ihnen die Angst vor Konsequenzen nehmen.
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