Sondersitzung

Gemeinde kämpft gegen weiteren Schotterabbau

Niederösterreich
16.02.2024 05:59

Äußerst turbulent verlief eine einberufene Sondersitzung des Gemeinderats in Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt. Dort sollen nämlich zu den vorhandenen drei Standorten zwei weitere Schotterabbauvorhaben realisiert werden.

„Die Staubbelastung, aber auch Lärm und Straßenschmutz machen der Bevölkerung jetzt schon zu schaffen“, protestiert SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Klauninger. Das Problem: Die Genehmigung erteilt nicht die Gemeinde, sondern Bezirkshauptmannschaft und Land.

Daher wurde in der Sondersitzung die Resolution „Ende dem Schotterabbau in der Marktgemeinde“ beschlossen. Allerdings ohne die Stimmen der drei ÖVP-Mandatare. Diese hätten nämlich mit einem Initiativantrag einen Grundsatzbeschluss gefordert, dass die Gemeinde die potenziellen neuen Schotterabbaugebiete selbst kauft und dort PV-Anlagen errichtet. „Man könnte die Probleme auch mit kreativen Ansätzen lösen“, ist die örtliche Volkspartei überzeugt, deren Mandatare dann geschlossen den Saal verließen.

Resolution einstimmig beschlossen
Beschlossen wurde die Resolution dann von den restlichen Gemeinderäten einstimmig. Sie fordern damit Entscheidungsträger von Bund und Land auf, weder die zwei aktuell geplanten Abbauvorhaben, noch mögliche weitere derartige Projekte zu bewilligen. „Wir befürchten durch eine weitere Staubbelastung massive gesundheitliche Beeinträchtigungen. Der neu errichtete Kindergarten liegt im Nahbereich einer der beiden Projekte und bei Betrieb spielen bis zu 160 Kinder im Garten“, gibt Ortschefin Klauninger zu bedenken.

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Wir wollen durch weitere Abbauvorhaben nicht als Schotterkommune gelten, sondern eine lebenswerte Gemeinde sein.

Bürgermeisterin Ingrid Klauninger (SPÖ)

Zusätzlich zur Resolution sind auch weitere Schritte geplant. So wurde ein Budget zur Erstellung eines Gutachtens und zur Einholung rechtlicher Beratung beschlossen. Auch eine Anfrage der SPÖ im Landtag ist vorgesehen.

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