Am Valentinstage herrschen auch in der Tierwelt Herberstein Frühlingsgefühle. Von Perlenketten bis Nasenstupsern - wir klären auf, wie Löwe, Polarwolf & Co. ihre Liebe zu Artgenossen zeigen.
Wir verschenken heute bekanntlich Pralinen, Blumen und vielleicht sogar unser Herz - die Tiere müssen sich anders behelfen. „Unser Polarwolf ,Herbert‘ ist sicher der romantischste Bewohner“, sagt Karin Winkler, Prokuristin der Tierwelt Herberstein. „Als 2018 seine spätere Partnerin ,Bjelle’ bei uns einzog, war es Liebe auf den ersten Blick! Er verwöhnt sie täglich mit zärtlichen Nasenstupsern oder ausgedehntem Ohrenschlecken.“
Auch die „kleine Menschenaffen“ genannten Gibbons stehen uns in punkto Romantik nah, „wenn ,Nelson’ mit seiner ,Yala’ zusammen ist, gibt es über Stunden Zärtlichkeiten und Liebkosungen“.
Auch die sozialen Qualitäten zählen
Damenwahl herrscht bei den Dscheladas, die Pavian-Weibchen suchen sich den Anführer nicht nur nach der schönsten Mähne und der leuchtend roten Brust aus - sondern auch nach seinen sozialen Qualitäten. Und dass sie paarungsbereit sind, zeigen sie an den Bläschen auf ihrer Brust, die wie eine Perlenkette aussehen.
Nichts mit Romantik am Hut hat hingegen Barockesel „Aramis“, der sich beim Paarungsakt so wild in den Nacken der Stute verbeißt, dass sogar Blut fließt. „Daher gibt es für ihn nur noch ,safer sex’“, sagt Karin Winkler. Nämlich mit Maulkorb, um Verletzungen auszuschließen
Noch ein paar Fakten aus dem tierischen Liebesleben: Am lautesten leben sich dabei die Schildkröten aus, Löwen paaren sich sogar alle 15 Minuten. Und Nandu „Harry“ steht mit dem Nachwuchs allein da, sollte die Balz Früchte getragen haben - er scharrt ein Nest aus, die Hennen legen die Eier an den Rand, die er dann ins Nest rollt und ausbrütet. Auch die Versorgung der Küken übernimmt er später selbst. Spätestens dann beginnt nach der Romantik des Valentinstags der „Ernst des Lebens“.
Heuer erstmals in der Tierwelt Herberstein: Die „balzenden“ Schützlinge in einer Sonderführung - allerdings nur für Erwachsene! Am 17. 2., 15.30 Uhr.
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