Der nächste große Brocken im Zuge des Tram-Ausbaus in der Landeshauptstadt steht an: Am Montag wurde ein Teil der Tegetthoffbrücke angehoben, dieser wird nun zerlegt und abtransportiert. Bis Ende November soll die ganze Brücke erneuert und fit für den Straßenbahnverkehr werden.
Die technisch herausfordernden Bauarbeiten zogen am Montagvormittag zahlreiche Schaulustige im Bereich der Tegetthoffbrücke im Grazer Zentrum an.
Im Zuge der Großbaustelle zur Innenstadtentlastung wird die 1975 erbaute Brücke über der Mur rundumerneuert und für den Straßenbahnverkehr hergerichtet.
Zwei Mega-Kräne leisten ganze Arbeit
Am Montag wurde dazu eine Hälfte der Brücke von zwei je 350-Tonnen-Autokränen angehoben und auf der anderen Brückenhälfte abgelegt. Dort wird sie zerlegt und abtransportiert, bevor der zweiten Hälfte selbiges blüht.
Der eigentliche Anhebung schien von der Erzherzog-Johann-Brücke aus betrachtet unspektakulär, ist jedoch Teil des ersten größeren Brückenbaus seit Jahrzehnten. „Es ist schon ein historischer Augenblick, und die Ertüchtigung der Tegetthoffbrücke für den Straßenbahnverkehr macht neue Wege frei“, sagte Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Judith Schwentner (Grüne).
Fertigstellung bis Ende November geplant
Die neue Tegetthoffbrücke soll Ende November 2024 fertig werden und dann die Gleise der für die Innenstadtentflechtung nötigen Tramlinie tragen. Die erneuerte Brücke wird um 1,25 Meter breiter sein als die alte, sie soll bei knapp tausend Tonnen Tragkraft drei Fahrspuren und zwei Gleise haben. Eine entfallende Kfz-Spur soll dem Fußgänger- und Fahrradverkehr zugute kommen.
Die neue 1,2 Kilometer lange Schienenstrecke soll Ende November 2025 in Betrieb genommen werden.
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