Zugeschlagen haben die Ermittler der Operation "Grasgeflüster" zwar schon Mitte Februar, die Aufarbeitung des großen Coups gegen die Drogenszene dauerte allerdings einige Zeit. Monatelange Ermittlungen hatten ergeben, dass sich - ausgehend von Hanfshops - die Indoor-Anlagen zum Anbau der Pflanzen in der Steiermark stark vermehrten.
Nun kam man über einen solchen Hanfladen auf die Spur mehrerer Produzenten. Früher sei in erster Linie importierte Ware am Markt gewesen, wie Georg Tkaletz, Leiter des Suchtgiftbereichs im steirischen Landeskriminalamt, erklärte. Eigenanbau gab es in der Steiermark nur ganz vereinzelt, aufgrund der Witterungsbedingungen gediehen die Pflanzen nicht sehr gut. Mit den Indoor-Anlagen veränderte sich die Szene in den vergangenen Jahren aber völlig. "Die Qualität des heimischen Cannabis ist deutlich besser als die Ware aus Holland", schildert Tkaletz.
17 Häuser durchsucht
Da man das Equipment zum Anbau in Hanfshops bekommt - "die Tipps zum Anbau gibt es als Kundenservice gratis dazu", so eine verdeckt arbeitende Ermittlerin - und dort die Erstpflanzen kaufen kann, richteten die Drogenfahnder ihr Augenmerk auf die einschlägigen Geschäfte.
Tatsächlich führte die Spur zu einigen Plantagen, die alle zeitgleich unter die Lupe genommen wurden. Bei den 17 Hausdurchsuchungen stellte die Polizei auch technisches Material sicher, außerdem konnten Beweise für die Produktion von 45 Kilogramm Marihuana gefunden werden.
Bei den zehn festgenommenen Personen handelt es sich um Österreicher im Alter von 20 bis 60 Jahren. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen ein bis 15 Jahre Haft.
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