Das Festspielpublikum erwartet eine mordende, aber dennoch zutiefst menschliche Lady Macbeth. Das spoilerte der Regisseur Krzysztof Warlikowski am Donnerstag.
Leidenschaft, Wahnsinn und Bluttaten definieren die Beziehung von Macbeth, verkörpert von Vladislav Sulimsky, und Lady Macbeth, gespielt von Asmik Grigorian. Eine mehr als herausfordernde Rolle, der sich Opern-Star Grigorian auf ganz besondere Art und Weise nähert: „Ich versuche auf der Bühne, den Menschen hinter der Rolle zu ergründen. Ich will mich in die Situationen, die sie durchlebt, hineinversetzen“, erklärte sie. „Deshalb möchte ich Lady Macbeths schwache und verletzliche Seite hervorkehren“, so die 42-jährige Grigorian.
Ich möchte Lady Macbeths schwache und verletzliche Seite hervorkehren
Asmik Grigorian
Einen Machtkampf zwischen Macbeth und seiner Lady wird es bei den Festspielen im Sommer also nicht geben – wenn auch das Paar und dessen Dynamik im Mittelpunkt der Inszenierung stehen. „Einmal ist der eine stärker, dann wieder der andere“, sieht Asmik Grigorian die Macht-Thematik in der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski gelassen.
Weniger entspannt reagierte der Opern-Star auf den redefreudigen Regisseur Warlikowski. Er plauderte für Grigorians Geschmack am Donnerstag vor versammelter Presse ein paar Infos zu viel aus. „Du darfst doch nicht schon jetzt alles verraten. Sonst kommen die Leute nicht mehr in die Vorstellung“, scherzte sie.
So viel sei vorab trotzdem verraten: Die gestandenen Opern-Stars werden die Bühne mit vielen kleinen Stars – etlichen Kinderstatisten – teilen müssen.
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