Prozess in Innsbruck

Anwalt bedrohte Abschlepper in Tirol mit Pistole

Tirol
23.06.2023 08:00

Ein Jurist sah rot! Als sein Leasing-Auto Anfang des Jahres in Going am Wilden Kaiser in Tirol abgeschleppt werden sollte, griff der Mann zur Waffe. Nun musste sich der 52-Jährige dafür vor Gericht verantworten. Er bleibt ohne Vorstrafe.

„Im Auto waren wichtige Unterlagen, Geldbeträge und privates Eigentum“, versuchte der Angeklagte am Donnerstag vor dem Landesgericht Innsbruck seine doch heftige Reaktion zu erklären.

„Nie in Richtung Gesicht gezielt“
Zwei Herren eines Abschleppdienstes wollten am 2. Jänner das Auto, das auf dem Privatareal des Juristen stand, einfach mitnehmen. Doch plötzlich zückte der 52-Jährige eine Faustfeuerwaffe und wollte damit erreichen, dass die Männer vom Abschleppen ablassen und unmittelbar vom Grundstück verschwinden. „Ich habe mit meiner Waffe, die weder Magazin noch Munition hatte, aber nie in Richtung Gesicht gezielt“, betonte der Angeklagte.

Symbolfoto (Bild: Christof Birbaumer/Kronen Zeitung)
Symbolfoto

„Abschleppung klar rechtswidrig“
Die Art und Weise der Verteidigung sei zwar „ungewöhnlich, allerdings effektiv“ gewesen, hatte der Anwalt des 52-Jährigen aufs Tapet gebracht. Dass sich das Abschleppunternehmen auf seinem Grund aufhielt und dort ohne Beschluss und Bescheid einfach abschleppte, sei laut dem Verteidiger darüber hinaus „klar rechtswidrig“ gewesen.

Der Rechtsanwalt kam am Ende noch einmal ohne Vorstrafe davon. Mit einer Geldbuße von 30.000 Euro wurde ihm eine Diversion gewährt.

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